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Kassamarkt

Am Kassamarkt der Deutschen Börse werden Wertpapiere in zwei Marktmodellen gehandelt: im Präsenzhandel (Parketthandel der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse) und auf der vollelektronischen Handelsplattform Xetra®. Beide Marktplätze bieten effizienten Handel und höchste Liquidität. Hier werden Aktien, Indexfonds, aktiv verwaltete Fonds, Exchange Traded Commodities sowie Zertifikate, Aktienanleihen, Optionsscheine und Renten gehandelt.

Xetra ist eine der schnellsten und effizientesten Handelsplattformen für Aktien, Zertifikate und Optionsscheine und ein Synonym für die Elektronisierung und Internationalisierung des Wertpapierhandels. Kauf- und Verkaufsaufträge von vielen Standorten weltweit stehen sich im zentralen Xetra-Orderbuch gegenüber und werden zu optimalen Konditionen ausgeführt. Über die Handelsbildschirme haben nationale und internationale Investoren Zugriff auf die Wertpapiere, die an der FWB notiert sind. Xetra arbeitet unabhängig vom Standort des Händlers und gestattet Einsicht in das Orderbuch, in dem Kauf- und Verkaufsangebote abgebildet sind. Fast alle an der FWB notierten Aktien können auf Xetra gehandelt werden. Seit April 2008 bietet Scoach, die europäische Börse für Zertifikate und Optionsscheine, den Handel in rund 300.000 Produkten auf Xetra an; seit Dezember 2008 können Investoren über 3.000 aktiv gemanagte Publikumsfonds über Xetra kaufen und verkaufen. Mit Xetra International Market werden europäische Bluechips, darunter alle Werte des Dow Jones EURO STOXX 50®, handelbar und im jeweiligen Heimatmarkt abgewickelt.

Im Parketthandel ermitteln unabhängige Skontroführer die Preise: Jedes Wertpapier wird von einem Skontroführer betreut; er stellt die Geld- und Briefkurse und führt die eingehenden Aufträge gemäß den Preisfeststellungsregeln aus bzw. verwaltet sie in seinem Orderbuch bis sie ausgeführt oder gelöscht werden oder verfallen. Auch weniger liquide Papiere können dadurch auf dem Parkett effizient gehandelt werden.

Zusammen erreichen Präsenzhandel der FWB und Xetra einen Marktanteil von rund 97 Prozent des börslichen Handels in deutschen Aktien.

Die FWB verbindet Tradition mit Fortschritt

Ihre Innovationskraft hat die Deutsche Börse mit der neuen Strukturierung des Aktienmarktes bewiesen. Kernstück sind die Transparenzstandards Prime Standard und General Standard für den EU-regulierten Markt sowie der Entry Standard und das First Quotation Board für den börsenregulierten Markt. Parallel dazu hat die Deutsche Börse ein Indexsystem eingeführt, das zwischen klassischen und Technologiebranchen unterscheidet.

Im Jahr 2005 wurde der Service des zentralen Kontrahenten (Central Counterparty – CCP) für den Kassamarkt erweitert und den aktuellen Marktanforderungen angepasst. Der CCP vereinfacht komplexe Handelsstrategien und bringt Handelsteilnehmern wesentliche Vorteile: jede Transaktion bleibt auch in der Abwicklung anonym; der CCP übernimmt das Ausfallrisiko, sollte ein Kontrahent ausfallen; es wird nur der aus Käufen und Verkäufen resultierende Saldo gegeneinander aufgerechnet und ausgeglichen (Netting). Zusätzlich zu den börsengehandelten Werten können auch außerbörsliche Transaktionen durch den CCP aufgerechnet werden.

Die FWB ist die mit Abstand größte der deutschen Wertpapierbörsen. Sie nimmt neben der NYSE Euronext, der National Association of Securities Dealers Automated Quotation (Nasdaq) und der London Stock Exchange (LSE) eine weltweit führende Stellung ein. Das Serviceportfolio der Deutschen Börse, die ihren Kunden vom Handel bis zur Bereitstellung der technischen Infrastruktur alle Leistungen aus einer Hand bietet, ist weltweit einzigartig.

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