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Vergütungsbericht

Für das Geschäftsjahr 2008

Leistungsorientierte Vergütung für den Vorstand
Regelungen für den Kontrollwechsel
Virtuelles Aktienoptionsprogramm
Aktientantiemeprogramm
Ehemalige Mitglieder des Vorstands oder ihre Hinterbliebenen

Seit der Einführung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Jahr 2002 veröffentlicht die Gruppe Deutsche Börse die Vorstandsvergütung individualisiert. Die aktuelle Berichterstattung der Gruppe Deutsche Börse erfolgt gemäß dem Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 17 „Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder“, wie dieser am 5. Juni 2008 im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist. Die Gruppe Deutsche Börse hatte diese Vorschrift schon 2007 freiwillig angewendet. Des Weiteren enthält der Bericht die Angaben, die nach den Erfordernissen des Handelsgesetzbuches (HGB) beziehungsweise der International Financial Reporting Standards (IFRS) zu berücksichtigen sind.

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Leistungsorientierte Vergütung für den Vorstand

Die jährlichen Bezüge der Vorstandsmitglieder der Deutsche Börse AG umfassen fixe und variable Komponenten. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung des Vorstands sind zum einen die Aufgaben jedes Vorstandsmitglieds und seine individuelle Leistung, zum anderen aber auch die Leistung des Gesamtvorstands, der Unternehmenserfolg sowie die wirtschaftliche Lage und Perspektiven der Deutsche Börse AG. Der feste, erfolgsunabhängige Teil der Vorstandsvergütung (Fixum) besteht aus einem fixen monatlichen Gehalt und anderen Gehaltsbestandteilen, wie steuerpflichtige Zuschüsse zur privaten Rentenversicherung, eine steuerpflichtige Telefonpauschale und/oder die Nutzung eines Dienstwagens. Die variablen Teile setzen sich aus einer leistungsorientierten Vergütung sowie Elementen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen (Aktientantiemeprogramm, ATP). Das ATP löste 2007 das virtuelle Aktienoptionsprogramm ab. Zudem haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen erhalten. Das Fixum wird als leistungsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Es wird durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig überprüft, spätestens alle zwei Jahre. Hierbei wird das aktuelle Tätigkeitsfeld jedes Vorstandsmitglieds, aber auch die Marktsituation berücksichtigt. Die leistungsbezogene, variable Vergütung wird jährlich festgelegt. Ihre Höhe hängt u. a. vom Erreichen unternehmensbezogener Ziele, wieder Umsetzung unternehmensübergreifender Projekte oder dem Erreichen bestimmter Kosten- oder Erlösziele, sowie vom Erreichen individueller Ziele der Vorstandsmitglieder ab. Darüber hinaus werden auch weitere Faktoren, wie analytische Fähigkeiten, Sozialkompetenz, Produktivität oder Führungsqualität, berücksichtigt. Zwei Drittel der erfolgsbezogenen Vergütung werden nach Ende des Geschäftsjahres in bar ausgezahlt und ein Drittel in das ATP eingestellt.

Aus der nachfolgenden Tabelle ist ersichtlich, wie hoch die Aufwendungen für fixe und variable Vergütungen sowie die im Berichtsjahr gewährten Bezüge aus der aktienbasierten Vergütung sind. Die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben. Die Angaben zu Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung beziehen sich sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr auf Aktien aus dem ATP.

Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2008 (Vorjahreszahlen in Klammern)
Erfolgsunabhängige
Vergütung*
T€
Erfolgsbezogene
Vergütung**
T€

Komponenten mit
langfristiger Anreizwirkung***
Anzahl ATP-Aktien
Stück

Komponenten mit
langfristiger Anreizwirkung***
Wert zum
Gewährungs-
stichtag
T€
Gesamtvergütung
T€

* Die erfolgsunabhängige Vergütung umfasst das Fixgehalt und andere Gehaltsbestandteile wie steuerpflichtige Zuschüsse zur privaten Rentenversicherung, steuerpflichtige Telefonpauschale/Wohnkosten sowie Dienstwagenregelungen.
** Im Vorjahr wurde die erfolgsbezogene Vergütung auf Basis des Bonusrahmens dargestellt. Im Berichtsjahr wurden die Werte auf Basis der tatsächlich gewährten Bezüge für das Geschäftsjahr 2007 angepasst.
*** Die Berechnung der ATP-Aktienanzahl und des Wertes zum Gewährungsstichtag für 2008 erfolgte auf Basis des Tageseröffnungskurses am Tag der Aufstellung dieses Berichts. Für die endgültige Berechnung sowohl der Aktienanzahl als auch des beizulegenden Zeitwertes ist der Schlussauktionspreis der Deutsche Börse-Aktie im elektronischen Handel
an der Frankfurter Wertpapierbörse am Tag der Festlegung des Bonusbetrags maßgebend.
**** Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen
***** Vorstandsmandat und Vorstandsdienstvertrag von Herrn Thomas Eichelmann enden einvernehmlich mit Ablauf des 30. April 2009. Herr Eichelmann erhält eine Abfindungszahlung in Höhe von 5.800,0 T€, in welche ein Ausgleich für die nicht mehr erfolgte Gewährung einer variablen Vergütung für das Jahr 2008 sowie für den Zeitraum bis 30. April 2009 eingeflossen ist. Die ursprüngliche Bestellung von Herrn Thomas Eichelmann war bis 30. Juni 2010 erfolgt.
****** Hierin enthalten ist eine einmalige erfolgsunabhängige Sondervergütung in Höhe von 2.725,0 T€, u. a. als Ausgleich für entgangene Bonuszahlungen.
******* Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen

Reto Francioni

1.092,3
(717,1)

1.700,0
(1.933,3)

20.988
(8.298)

767,5
(834,7)
3.559,8
(3.485,1)
Andreas Preuß625,9
(571,9)
1.466,7
(1.700,0)
18.107
(7.907)
662,2
(795,4)
2.754,8
(3.067,3)

Thomas Eichelmann****/*****

642,6
(3.043,5******)


(–)

(–)

(–)
642,6
(3.043,5)

Frank Gerstenschläger*******

525,3
(389,5)

766,7
(625,0)
9.465
(2.683)
346,1
(269,9)
1.638,1
(1.284,4)

Michael Kuhn

520,2
(520,2)

1.133,3
(1.300,0)
13.992
(6.082)
511,7
(611,8)
2.165,2
(2.432,0)

Jeffrey Tessler

607,0
(568,7)

1.133,3
(1.283,1)
13.992
(6.117)
511,7
(615,3)
2.252,0
(2.467,1)

Summe

4.013,3
(5.810,9)
6.200,0
(6.841,4)
76.544
(31.087)
2.799,2
(3.127,1)
13.012,5
(15.779,4)

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Die Deutsche Börse AG hat für ihre Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder zudem eine so genannte D&O-Versicherung (Directors & Officers-Versicherung, Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden) abgeschlossen.

Für den Vorstandsvorsitzenden bestand bis zum Ablauf seiner ersten Bestellperiode (31. Oktober 2008) eine temporäre Abfindungszusage, die mit der Wiederbestellung erloschen ist.

Für alle Mitglieder des Vorstands der Deutsche Börse AG bestehen einzelvertragliche Ruhegeldvereinbarungen („Direktzusagen“). Diese Zusagen basieren im Wesentlichen auf folgenden Regelungen:

Merkmal Regelung

* Die Regelung bezieht sich auf die Vorstandsmitglieder Reto Francioni und Jeffrey Tessler.
** Die Regelung bezieht sich auf die Vorstandsmitglieder Andreas Preuß und Thomas Eichelmann (siehe Tabelle Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder, Fußnote *****).

Rente

Vorstandsmitglieder erhalten ein Ruhegeld, wenn sie nach Vollendung des 60.* bzw. 63. Lebensjahres aus den Diensten der Deutsche Börse AG ausscheiden, wenn sie aufgrund dauerhafter Berufsunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden oder wenn ihr Dienstvertrag unter Anrechnung anderweitiger Einkünfte vorzeitig beendet oder nicht verlängert wird und hierfür keine Gründe vorliegen, die das Vorstandsmitglied zu vertreten hat. Bei vorzeitiger Beendigung oder Nicht-Verlängerung des Dienstvertrags wird nur dann ein Ruhegeld gewährt, wenn das Vorstandsmitglied mindestens drei Jahre als Mitglied des Vorstands der Deutsche Börse AG tätig war und sein Dienstvertrag mindestens einmal verlängert wurde. Die Zahlung des Ruhegelds beginnt ab dem Tag, der auf den Tag der letzten Gehaltszahlung folgt bzw. frühestens ab dem 55. Lebensjahr**.

Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente

Im Falle vorübergehender Berufsunfähigkeit besteht ein Anspruch auf Fortzahlung der Bezüge, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Bei einer dauerhaften Berufsunfähigkeit ist die Deutsche Börse AG berechtigt, den Vorstand nach sechs Monaten in den Ruhestand zu versetzen.

Invaliditätsrente

Die Deutsche Börse AG hat eine Unfallversicherung abgeschlossen, die im Leistungsfall bei Tod einmalig das Dreifache und bei Vollinvalidität einmalig das Vierfache des Jahresfestgehalts auszahlt.

Kappungsgrenze

Bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen wird das Ruhegeld um den Betrag gekürzt, um den ein neues Arbeitseinkommen zuzüglich Ruhegeld die laufenden Bezüge des alten Dienstverhältnisses übersteigt, bzw. es werden alle Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes durch regelmäßige geschäftliche, beratende oder berufliche Tätigkeit aus nicht selbstständiger Tätigkeit in voller Höhe auf das zu gewährende Ruhegeld angerechnet. Es wird von einer Anrechnung der Bezüge abgesehen, wenn das Vorstandsmitglied das 60. bzw. 63. Lebensjahr vollendet hat.

Bemessungsgrundlage des Ruhegeldes

Das Ruhegeld beträgt 30 Prozent des zuletzt gezahlten Fixgehalts und erhöht sich um fünf Prozentpunkte pro Wiederbestellungsperiode auf maximal 50 Prozent.

Auszahlungsform

Die Versorgungsleistung wird grundsätzlich als Rente gewährt. Das jeweilige Vorstandsmitglied kann bis spätestens sechs Monate vor Eintritt des Versorgungsfalls gegenüber der Deutsche Börse AG schriftlich mitteilen, ob es die Leistungen aus der Ruhegeldvereinbarungin Form einer monatlichen Rente, einer einmaligen Kapitalleistung oder in fünf Teilzahlungen in Anspruch nehmen möchte. Die Deutsche Börse AG entscheidet in diesem Fall unter Berücksichtigung der Mitteilung des Vorstandsmitglieds über die Auszahlungsform gegenüber dem Vorstandsmitglied.

Hinterbliebenenversorgung

Im Todesfall während des aktiven Dienstes oder nach Eintritt des Rentenfalls (siehe oben) steht dem Ehepartner eine lebenslange Hinterbliebenenrente von 60 Prozent des Ruhegeldes und den versorgungsberechtigten Kindern eine (Halb-)Waisenrente von 10 bzw. 25 Prozent des Ruhegeldes zu.

Übergangszahlung

Bei Ausscheiden aus dem aktiven Dienst nach dem Erreichen des Pensionsalters oder der Versetzung in den Ruhestand erhält der Berechtigte in den ersten zwölf Monaten nach der Pensionierung eine Übergangszahlung von insgesamt zwei Dritteln der letzten erfolgsbezogenen Vergütung sowie in den zwölf darauf folgenden Monaten in Höhe von insgesamt einem Drittel der letzten erfolgsbezogenen Vergütung. Falls der Berechtigte innerhalb von 24 Monaten nach der Versetzung in den Ruhestand stirbt, stehen dem überlebenden Ehegatten die o. g. Übergangsgelder drei Monate lang voll sowie in der restlichen Zeit zu 60 Prozent zu.

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Der Aufwand für Pensionen setzt sich aus dem Dienstzeitaufwand und dem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand zusammen. Im Berichtsjahr wurden den Rückstellungen die in der folgenden Tabelle dargestellten Beträge als Aufwand für Pensionen zugeführt.

Aufwand für Pensionen
2008
(T€)
2007
(T€)

* Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen (siehe Tabelle Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder, Fußnote *****)
** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen

Reto Francioni

1.213,6

1.213,6

Andreas Preuß 386,8 518,8

Thomas Eichelmann*

186,3

44,4

Frank Gerstenschläger**

461,8

393,1

Michael Kuhn

141,3

185,6

Jeffrey Tessler

1.148,9

1.196,3

Summe

3.538,7

3.551,8

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Regelungen für den Kontrollwechsel

Die Vorstandsmitglieder haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge Anspruch auf Abfindungszahlungen, wenn in bestimmten Fällen des Kontrollwechsels der Dienstvertrag innerhalb von sechs Monaten beendet wird oder wenn das Vorstandsmitglied, ohne dass ein von ihm zu vertretender wichtiger Grund für die Beendigung vorliegt, sein Amt niederlegt, weil durch den Kontrollwechsel seine Stellung als Vorstandsmitglied erheblich beeinträchtigt wird.

Die Zahlungen im Falle eines Kontrollwechsels bemessen sich aus den kapitalisierten Bezügen (Festgehalt und erfolgsbezogene Vergütung) für die restliche vereinbarte Vertragslaufzeit und einer Abfindung von bis zu zwei Jahresbezügen in Höhe der Bezüge für das letzte Kalenderjahr (Festgehalt und erfolgsbezogene Vergütung). Die sich daraus ergebende Summe darf fünf Jahresbezüge nicht überschreiten. Eventuell vorhandene Aktienoptionen werden mit dem Tag des Ausscheidens abgerechnet. Legt ein Vorstandsmitglied sein Amt nieder, werden die virtuellen Aktienoptionen nur zu 50 Prozent ausgezahlt. Die Ansprüche auf Aktien aus dem Aktientantiemeprogramm bleiben bestehen und werden nach Ablauf der Wartezeit gemäß den Regelungen des Aktientantiemeprogramms erfüllt.

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Virtuelles Aktienoptionsprogramm

Vom Zeitpunkt des Börsengangs am 5. Februar 2001 bis einschließlich zum Jahr 2006 hatte die Deutsche Börse AG ein virtuelles Aktienoptionsprogramm aufgelegt, das auch für Vorstandsmitglieder galt. Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit von maximal fünf Jahren und eine Sperrfrist von drei Jahren. Die Ausübung der Optionen ist nach Ablauf der Sperrfrist bis zum Ende der Laufzeit jedes Quartals in jeweils 14-tägigen Ausübungsfenstern möglich. Die Optionen sind fiktiv ausgestaltet. Sie berechtigen nicht zum Bezug von Aktien der Deutsche Börse AG zu einem bestimmten Preis, sondern gewähren das Recht auf eine Barauszahlung. Die Höhe der Barauszahlung ist abhängig von der relativen (dividendenbereinigten) Entwicklung der Aktie der Deutsche Börse AG gegenüber dem Dow Jones STOXX® 600 Technology Index (EUR) (Return) als Referenzindex (1,00 € pro 1 Prozent Outperformance). Um die Outperformance festzustellen, werden die Anfangs- und Endwerte der Deutsche Börse-Aktie und des Referenzindex auf Basis eines Mittelwertes der Schlusskurse im Xetra®-Handel an der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse (bzw. Endwerte des Index) ermittelt: der Anfangswert über 60 Handelstage vor Ausgabe der Optionen, der Endwert über 60 Handelstage vor den Stichtagen 1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November, an denen das Ausübungsfenster beginnt.

Die fiktiven Optionen wurden jährlich zum 1. Februar ausgegeben. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bestimmte die Zahl der Optionen, die jedes Vorstandsmitglied erhielt. Er legte dabei die individuelle Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds zugrunde. Zur Bewertung des Aktienoptionsprogramms für den Vorstand siehe Erläuterung 46 im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2008.

Die folgende Tabelle zeigt den im Berichtsjahr erfassten Gesamtaufwand/-ertrag für die Optionen und den Bilanzansatz der gebildeten Rückstellungen für die Optionen zum Bilanzstichtag. Wie im Vorjahr waren zum Bilanzstichtag keine vorhandenen Optionen ausübbar.

Virtuelles Aktienoptionsprogramm (Vorjahreszahlen in Klammern)
Erfasster Aufwand / Ertrag
(T€)
Buchwert zum Bilanzstichtag
(T€)

* Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen (siehe Tabelle Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder, Fußnote *****)
** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen

Reto Francioni

– 854,2
(2.488,9)

2.223,7
(3.077,9)
Andreas Preuß – 486,9
(1.418,7)
1.267,5
(1.754,4)

Thomas Eichelmann*


(–)

(–)

Frank Gerstenschläger**


(–)

(–)

Michael Kuhn

245,6
(8.505,6)
1.601,0
(10.620,9)

Jeffrey Tessler

– 0,2
(4.736,5)
1.245,3
(6.393,1)

Summe

–1.095,7
(17.149,7)
6.337,5
(21.846,3)

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Aktientantiemeprogramm

Das Aktientantiemeprogramm löste 2007 das virtuelle Aktienoptionsprogramm der vergangenen Jahre ab. Das ATP ermöglicht es, als Bestandteil der variablen Vergütung nicht mehr nur Bargeld, sondern Aktien der Deutsche Börse AG zu gewähren, um so die Berechtigten noch stärker am Unternehmenserfolg zu beteiligen und ihre Identifikation mit dem Unternehmen zu erhöhen.

Als Komponente mit langfristiger Anreizwirkung erhalten die Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr ein Drittel ihrer variablen Vergütung umgerechnet in eine Anzahl Aktien der Deutsche Börse AG („ATP-Aktienanzahl“). Die ATP-Aktienanzahl ergibt sich aus dem individuell und leistungsabhängig festgelegten Bonusbetrag (ein Drittel der variablen Vergütung) jedes Vorstandsmitglieds, geteilt durch den Börsenkurs der Gesellschaft (Schlussauktionspreis der Deutsche Börse Aktie im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse) am Tag der Festlegung des Bonusbetrags. Weder der umgerechnete Bonus noch die Aktienanzahl werden zum Zeitpunkt der Festlegung des Bonus geleistet, sondern nach Ablauf von zwei Jahren nach dem Zeitpunkt der Gewährung („Wartezeit“). Nach Ablauf der Wartezeit wird zunächst die ursprüngliche ATP-Aktienanzahl in einen Zahlungsanspruch umgerechnet. Dazu wird der an diesem Tag aktuelle Börsenkurs (Schlussauktionspreis der Deutsche Börse-Aktie im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse) mit der Anzahl der ATP-Aktien multipliziert. Die Gesellschaft hat dann ein Wahlrecht, ob sie den Zahlungsanspruch des Vorstandsmitglieds in Aktien oder bar erfüllt.

Gemäß IFRS 2 wird der Gesamtbetrag der ATP-Aktienanzahl mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) am Stichtag der Gewährung bewertet. Für das Berichtsjahr wurde der beizulegende Zeitwert auf Basis des Tageseröffnungskurses am Tag der Berichtsaufstellung ermittelt. Um die ATP-Aktienanzahl aus der Tranche 2008 (Vorjahr: Tranche 2007) zu bewerten, wurde ein modifiziertes Black-Scholes-Optionspreismodell (Merton-Modell) angewandt. Dieses Modell berücksichtigt keine Ausübungshürden. Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungsparameter, die diesem Modell zugrunde liegen.

Bewertungsparameter
Tranche 2008* Tranche 2007**

* Bewertungsparameter und beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Berichtserstellung
** Bewertungsparameter und beizulegender Zeitwert zum Gewährungsstichtag
*** Die Laufzeit beginnt mit dem Tag der Gewährung.

Laufzeit***

2 Jahre

2 Jahre

Risikoloser Zins

%

1,37

3,21

Volatilität

%

59,25

35,95

Kurs der Aktie der Deutsche Börse AG

40,50

104,89

Dividendenrendite

%

5,70

2,20

Ausübungspreis

0

0

Beizulegender Zeitwert

36,57

100,59

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Der Aufwand im Berichtsjahr, der sich aus dem ATP ergibt, ist in der unteren Tabelle zusammen mit dem Buchwert zum Bilanzstichtag dargestellt. Siehe auch Erläuterung 46 im Konzernanhang.

Aktientantiemeprogramm (Vorjahreszahlen in Klammern)
Erfasster Aufwand
(T€)
Buchwert zum Bilanzstichtag
(T€)

* Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen (siehe Tabelle Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder, Fußnote *****)
** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen

Reto Francioni

541,8
(270,0)

811,8
(270,0)
Andreas Preuß 533,3
(220,9)
754,1
(220,9)

Thomas Eichelmann*

227,4
(–)

227,4
(–)

Frank Gerstenschläger**

219,6
(92,1)
311,7
(92,1)

Michael Kuhn

399,3
(186,5)
585,8
(186,5)

Jeffrey Tessler

416,5
(166,9)
583,4
(166,9)

Summe

2.337,9
(936,4)
3.274,2
(936,4)

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Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der für das Berichtsjahr erhaltenen ATP-Aktienanzahl.

ATP-Aktienanzahl Tranche 2007 und 2008
Stand am
31.12.2007
Anpassung ATP-Aktienanzahl
2007 im Jahr 2008
ATP-Aktienanzahl für 2008*** Erfüllung in ATP-AktienAnzahl verfallener ATP-Aktien Summe

* Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen (siehe Tabelle Gesamtvergütung des Vorstands, Fußnote *****)
** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen
*** Die Berechnung der Aktienanzahl erfolgte auf Basis des Tageseröffnungskurses am Tag der Aufstellung dieses Berichts.

Reto Francioni

6.753

1.545

20.988

0

029.286
Andreas Preuß 5.5252.38218.1070026.014

Thomas Eichelmann*

0

0

0

00

Frank Gerstenschläger**

2.303

380

9.465

0

012.148

Michael Kuhn

4.666

1.416

13.992

0

020.074

Jeffrey Tessler

4.175

1.942

13.992

0

020.109

Summe

23.422

7.665

76.544

0

0107.631

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Ehemalige Mitglieder des Vorstands oder ihre Hinterbliebenen

Ehemalige Mitglieder des Vorstands oder ihre Hinterbliebenen erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 1.151 T€ (2007: 922 T€). Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) betrug im Berichtsjahr zum Bilanzstichtag 27.182 T€ (2007: 30.251 T€).

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