DAX® , Xetra®, Eurex®, Clearstream und der eigene Börsengang sind die Meilensteine der Deutsche Börse AG seit 1988. In diesem Zeitraum hat sich das Unternehmen von einem reinen Marktplatzorganisator für den Aktienhandel zu einem international aufgestellten Dienstleister für Wertpapiermärkte gewandelt, der die gesamte Prozesskette des Börsenhandels integriert. Die Deutsche Börse bietet ihren Kunden alle Produkte vom Handel über die Abwicklung der Transaktionen und die Bereitstellung von Informationsprodukten zur Systementwicklung. Deutlichstes Zeichen des Wandels war der Börsengang der Deutsche Börse AG am 5. Februar 2001. Deutsche Börse führt den DAX ein 1988 führte die Börse den DAX ein. Heute gehört er zu den bekanntesten Bluechip-Indizes der Welt. Mit einem so erfolgreichen Index im Rücken konnte 1993 aus der öffentlich-rechtlich geführten FWB® Frankfurter Wertpapierbörse die Deutsche Börse AG werden, die seitdem als Trägergesellschaft der FWB fungiert. Für den Erfolg der vergangenen Jahre war nicht nur der Wandel in der Unternehmensstruktur ausschlaggebend. Schon 1969 begann die Börse, Teile ihres Datenbestandes elektronisch zu verarbeiten. Mit der Einführung von Xetra 1997 läutete das Unternehmen dann ein völlig neues Börsenzeitalter ein. Seitdem verlieren Präsenzhandel und Parkett an Bedeutung; denn durch den vollelektronischen Xetra-Handel ist die Börse überall dort, wo die Bildschirme stehen. Xetra hat sich als eines der führenden Handelssysteme weltweit etabliert. Tochterunternehmen treiben Wachstum voran Die Tochterunternehmen Eurex, Clearstream und Deutsche Börse Systems treiben den Wachstums- und Internationalisierungsprozess des Konzerns voran. Eurex ist der weltweit größte Marktorganisator für den Handel und die Abwicklung von Futures und Optionen. Mit Clearstream bietet die Deutsche Börse die Abwicklung von Wertpapiergeschäften und die Verwahrung von Wertpapieren an. Deutsche Börse Systems baut und betreibt Handelssysteme und betreut das weltumspannende Teilnehmernetz der Deutschen Börse. Auch als Aktienmarktorganisator hat die Deutsche Börse ihre innovative Kraft unter Beweis gestellt. Im März 1997 gründete sie den Neuen Markt und eröffnete damit kleineren Wachstumsunternehmen ganz neue Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung. Für das neue Marktsegment galten besonders hohe Transparenzanforderungen. Deutsche Börse reformiert den Aktienmarkt Im Anschluss an das IV. Finanzmarktförderungsgesetz reformierte die Deutsche Börse den deutschen Aktienmarkt. Seit 1. Januar 2003 können Emittenten am Frankfurter Börsenplatz zwischen einer Notierung im Prime Standard und im General Standard wählen. Während der Prime Standard die hohen Transparenzanforderungen des Neuen Marktes fortschreibt, gelten im General Standard die Anforderungen des Gesetzgebers. Der Neue Markt wurde geschlossen. Neuer Leitindex für Technologiewerte ist seit März 2003 der TecDAX®. Mit der Einführung des Entry Standard innerhalb des Open Market im Oktober 2005 ist ein neuer Teilbereich für kleine und mittelgroße Unternehmen entstanden. Deren Aktien können bei geringen formalen Pflichten in den Handel einbezogen werden. Neue Produkte und Initiativen für Privatanleger Im April 2000 startet das Marktsegment XTF®, in dem erstmals in Deutschland Indexfonds fortlaufend an einer Börse gehandelt werden. Seit November 2000 sind auch aktiv gemanagte Fonds im Marktsegment Xetra Active Funds notiert. Für die Börsengebühr im Parketthandel gibt es seit April 2005 Höchstgrenzen für die Börsengebühr (Courtage-Cap) bei Orders in Optionsscheinen, Knock-out-Papieren, Anlagezertifikaten und Aktienanleihen. Privatanleger profitieren bei ihrer Orderaufgabe seit Juli 2005 an der FWB Frankfurter Wertpapierbörse von „Null Spread“ in den meisten Aktien der Auswahlindizes DAX, MDAX®, TecDAX und SDAX®. Seit April 2006 bildet die Deutsche Börse in der Indexfamilie DAXglobal® internationale Märkte ab. Mit der Einführung von ETC Exchange Traded Commodities im November 2006 erhalten Investoren erstmals Zugriff auf eine breite Palette von in Euro denominierten Rohstoffen. Im April 2007 hat die Börse Frankfurt das Angebot an handelbaren Anleihen neu gestaltet und bietet den Handel in drei Segmenten an: das Standardsegment Bonds, das Qualitätssegment Select Bonds, das Premiumsegment Prime Bonds. Die Segmente unterscheiden sich im Hinblick auf Ausführungszeit, Spread und Quotierungsvolumen. Modernisierung des Großen Handelssaals Im Oktober 2006 startete in der Alten Börse der Umbau des großen Handelssaals. Nach knapp fünfmonatigem Umbau waren die Arbeiten Ende Februar 2007 abgeschlossen und das Parkett der Börse Frankfurt wiedereröffnet. Der Große Handelssaal wurde an die veränderten Arbeitsbedingungen der Skontroführer angepasst und hat ein moderneres Aussehen erhalten. |