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Zentraler Kontrahent für Aktien – Central Counterparty for Equities (CCP)
CCP als effizientes Bindeglied zwischen Handel und Abwicklung

Im März 2003 hat die Deutsche Börse den CCP auf dem Handelssystem Xetra® und dem Parkett der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse eingeführt. Der CCP tritt als Gegenpartei grundsätzlich beim Zustandekommen eines Geschäfts zwischen Käufer und Verkäufer. Mit dem Zentralen Kontrahenten erweitert die Deutsche Börse die bisher zweistufige Prozesskette im Kassamarkt (Handel und Abwicklung) um das Clearing.

Das ausgefeilte und gleichzeitig flexible Konzept des CCP bietet Marktteilnehmern zahlreiche Vorteile. So ermöglicht der Zentrale Kontrahent sowohl den Aktienkäufern als auch Verkäufern absolute Anonymität über die gesamte Wertpapierprozesskette. Ein zweiter Vorteil des CCP: Den Teilnehmern wird ein zentrales Risikomanagement mit zeitnaher Ermittlung und Bereitstellung der Risikopositionen und Margin-Anforderungen angeboten. Die Funktionalität des Brutto-Liefermanagements ermöglicht es den Marktteilnehmern, ihre Geschäfte im Vorfeld der Abwicklung zu disponieren, d.h. zu entscheiden, wann ein Geschäft zur Abwicklung weitergeleitet werden soll. Außerdem bietet der CCP die Möglichkeit, Käufe und Verkäufe eines Handelsteilnehmers gegeneinander zu verrechnen.

Der zentrale Kontrahent bildet die Grundlage dafür, dass langfristig Clearing- und Settlementprozesse konsolidiert und standardisiert werden können. Ziel ist, Potenziale zu realisieren, mit denen Risiken gesenkt und die Effizienz gesteigert werden kann. Außerdem lässt sich der Leistungsumfang des CCP auf weitere Wertpapiere ausdehnen. Ferner lassen sich zusätzliche Kassamarkt- und Derivateplattformen und weitere Zentralverwahrer (Central Securities Depository – CSD) integrieren. Langfristig ist somit das Angebot  eines integrierten Clearinghauses für alle Märkte und Instrumente geplant.

Teilnehmerstruktur und technische Anbindungsvarianten

Die aus Handelsteilnehmern, Clearing-Teilnehmern und Abwicklungsinstituten bestehende Struktur des Kassamarktes deckt die Wertpapierprozesskette vollständig ab.

Marktteilnehmer, die Geschäfte entweder für sich selbst bzw. für andere Teilnehmer clearen und/oder abwickeln, benötigen einen Zugang zum CCP. Die CCP-Funktionalitäten werden mittels einer Client-Server-Architektur zur Verfügung gestellt. Sie besteht aus einem CCP-Backend und einer Teilnehmerinstallation. Das Schaubild bietet einen Überblick über die CCP-Architektur:

Die bewährte Xetra- und Eurex-Kommunikationsarchitektur, die das MISS/VALUES-Konzept benutzt, wurde als Basis für die CCP-Kommunikationsarchitektur verwendet. Abhängig von ihrem Status können CCP-Teilnehmer zwischen verschiedenen Anbindungsvarianten wählen. Hierbei gibt es folgende Zugangsmöglichkeiten zum CCP:

Komfortable Browser-basierte graphische Benutzeroberfläche („Thin Client“) zwecks interaktiven Zugangs mittels Xetra-/Eurex-Infrastruktur
Progammierbare Schnittstelle im bekannten Xetra-/Eurex VALUES API-Format, die Teilnehmern und Distributoren die einfache Integration der CCP-Funktionalitäten in die bestehende Systemlandshaft ermöglicht.

Das CCP Sales Support Team berät Sie gerne bei Fragen in Zusammenhang mit Ihrer individuellen Anbindung.

Darüber hinaus finden Sie hier unsere Hotlines.

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