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Vergütungsbericht
Für das Geschäftsjahr 2007
Leistungsorientierte Vergütung für den Vorstand
Regelungen für den Kontrollwechsel
Virtuelles Aktienoptionsprogramm
Aktientantiemeprogramm
Ehemalige Mitglieder des Vorstands oder ihre Hinterbliebenen

Seit der Einführung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Jahr 2002 veröffentlicht die Gruppe Deutsche Börse die Vorstandsvergütung individualisiert. Am 11. August 2005 trat das „Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen“ (Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz, VorstOG) in Kraft. Die Vorschriften des VorstOG waren erstmalig auf Jahres- und Konzernabschlüsse für das ab dem 1. Januar 2006 laufende Geschäftsjahr anzuwenden. Im Jahr 2006 kommentierte das Institut Deutscher Wirtschaftsprüfer (IDW) diese Vorschriften und vertrat im IDW ERS HFA 20 eine rein aufwandsorientierte Betrachtungsweise für die Darstellung der Gesamtvergütung von Vorständen und dabei insbesondere der Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung (sog. Konzept der „aufwandsbezogenen Betrachtung“). Die Gruppe Deutsche Börse ist daraufhin im Geschäftsbericht für das Jahr 2006 von der zuvor praktizierten Betrachtungsweise nach dem Zuflussprinzip abgewichen und hat die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, den Kommentierungen des IDW folgend, aufwandsorientiert dargestellt.

Im Jahr 2007 veröffentlichte das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) den Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 17 „Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder“ zur Umsetzung des VorstOG (Near final Standard in der Fassung vom 7. Dezember 2007). DRS 17 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2007 beginnen, und verpflichtet die Unternehmen zu einer vom IDW-Ansatz abweichenden Vorgehensweise: dem sog. Konzept der „definitiven Vermögensmehrung“.

Um die Transparenz zu erhöhen und eine bessere Vergleichbarkeit der immer noch vorherrschenden unterschiedlichen Darstellungen der Vorstandsvergütung börsennotierter Unternehmen zu gewährleisten, hat sich die Gruppe Deutsche Börse entschlossen, die für 2008 verpflichtend anzuwendenden Vorschriften frühzeitig bereits im Berichtsjahr 2007 vollumfänglich anzuwenden. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend dem Konzept der „definitiven Vermögensmehrung“ angepasst. Wesentliche Unterschiede ergeben sich bei den Gesamtbezügen durch die veränderte Angabe der Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Die Darstellung nach DRS 17 zeigt, in welchem Geschäftsjahr die Tätigkeit erbracht wurde, für die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung gewährt worden sind. Zum Seitenanfang

Leistungsorientierte Vergütung für den Vorstand

Als Richtschnur für die angemessene Vergütung eines Vorstandsmitglieds gilt seine individuelle Leistung ebenso wie die Leistung des Vorstands insgesamt, verbunden mit den Faktoren Unternehmenserfolg, wirtschaftliche Lage und Perspektiven der Deutsche Börse AG. Die jährlichen Bezüge der Vorstandsmitglieder der Deutsche Börse AG umfassen fixe und variable Komponenten. Der feste, erfolgsunabhängige Teil der Vergütung (Fixum) besteht aus einem festen monatlichen Gehalt und anderen zu versteuernden Gehaltsbestandteilen, wie steuerpflichtige Zuschüsse zur privaten Rentenversicherung, eine steuerpflichtige Telefonpauschale und/oder die Nutzung eines Dienstwagens. Die variablen Teile setzen sich aus einer leistungsorientierten Vergütung sowie Elementen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen (Aktientantiemeprogramm, ATP). Das ATP versetzt die Gesellschaft in die Lage, als Bestandteil der variablen erfolgsabhängigen Vergütung neben Bargeld auch Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Das ATP löst das bisherige virtuelle Aktienoptionsprogramm ab. Zudem haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen erhalten. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats legt das Fixum als Grundvergütung fest. Es wird regelmäßig überprüft, spätestens alle zwei Jahre. Die leistungsbezogene, variable Vergütung wird jährlich vom Personalausschuss beschlossen. Ihre Höhe hängt u. a. vom Erreichen unternehmensbezogener Ziele, wie z. B. der Umsetzung unternehmensübergreifen der Projekte oder dem Erreichen bestimmter Ziele (z.B. bestimmte Kostenvorgaben, Gesamtlage des Unternehmens), sowie vom Erreichen individueller Ziele der Vorstandsmitglieder ab. Darüber hinaus werden auch die Kompetenzen der Vorstandsmitglieder im Hinblick auf verschiedene Kategorien, wie z. B. analytische Fähigkeiten, Sozialkompetenz, Produktivität oder Führungsqualität, berücksichtigt. Zwei Drittel der erfolgsbezogenen Vergütung werden in bar ausgezahlt und ein Drittel in das ATP eingestellt.

Aus der nachfolgenden Tabelle ist ersichtlich, wie hoch die Aufwendungen für fixe und variable Vergütungen sowie die im Berichtsjahr gewährten Bezüge aus der aktienbasierten Vergütung sind. Die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben. Die Angaben zu Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung beziehen sich im Berichtsjahr auf Aktien aus dem ATP, im Vorjahr dagegen auf virtuelle Aktienoptionen aus dem bis 2006 geltenden Aktienoptionsprogramm. Zum Seitenanfang

Vergütung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2007 (Vorjahreszahlen in Klammern)
Erfolgsunabhängige
Vergütung*
T€
Erfolgsbezogene
Vergütung**
T€
Komponenten mit
langfristiger Anreizwirkung***
2007: Anzahl ATP-Aktien
(2006: Virtuelle
Aktienoptionen)
Stück
Komponenten mit
langfristiger Anreizwirkung***
Wert zum
Gewährungs-
stichtag
T€
Gesamtvergütung
T€

Reto Francioni

717,1
(703,7)

1.683,1
(1.171,0)

6.753
(29.070)

883,5
(1.002,3)

3.283,7
(2.877,0)

Thomas Eichelmann****

3.043,5*****
(–)


(–)


(–)


(–)

3.043,5
(–)

Frank Gerstenschläger******

389,5
(–)

625,0
(–)

2.303
(–)

301,3
(–)

1.315,8
(–)

Michael Kuhn

520,2
(480,7)

1.166,4
(900,0)

4.666
(20.930)

610,5
(721,7)

2.297,1
(2.102,4)

Andreas Preuß*******

571,9
(419,6)

1.675,0
(825,0)

5.525
(16.570)

722,9
(571,3)

2.969,8
(1.815,9)

Jeffrey Tessler

568,7
(553,3)

933,3
(1.000,0)

4.175
(16.279)

546,2
(561,3)

2.048,2
(2.114,6)

Summe

5.810,9
(2.157,3)

6.082,8
(3.896,0)

23.422
(82.849)

3.064,4
(2.856,6)

14.958,1
(8.909,9)

* Die erfolgsunabhängige Vergütung umfasst das Fixgehalt und andere zuversteuernde Gehaltsbestandteile wie steuerpflichtige Zuschüsse zur privaten Rentenversicherung, steuerpflichtige Telefonpauschale / Wohnkosten sowie Dienstwagenregelungen.
** Differenzen zwischen den in die Gesamtvergütung 2006 einbezogenen Beträgen und den tatsächlich zugesagten Beträgen sind in die Gesamtvergütung 2007mit einbezogen.
*** Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB sind Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen mit ihrer Anzahl und dem beizulegenden Zeitwert zum  Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. DieVorjahreszahlen  sind entsprechend  angepasst. Da derGewährungsstichtag für die Tranche  2007 in den ersten zwei  Monatendes Jahres 2008 liegt, wurden die  ATP-Aktien mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet.  Siehe hierzu auch dieErläuterungen zum  ATP-Programm ab S. 55 im  Geschäftsbericht2007.
**** Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen
***** Hierin enthalten ist eine einmalige erfolgsunabhängige Sondervergütung inHöhe von 2.725,0 T€, u. a. als Ausgleich für entgangene Bonuszahlungen.
****** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen
******* Zum 1. April 2006 in den Vorstand berufen

Vergütung der zum 7. März 2007 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder
Erfolgsunabhängige
Vergütung*
T€
Erfolgsbezogene
Vergütung**
T€
Komponenten mit
langfristiger Anreizwirkung***
2007: Anzahl ATP-Aktien
(2006: Virtuelle Aktienoptionen)
Stück
Komponenten mit
langfristiger Anreizwirkung***
Wert zum
Gewährungs-
stichtag
T€
Gesamtvergütung
T€

Matthias Ganz

128,6
(481,3)

– ****
(900,0)

– ****
(20.930)

– ****
(721,7)

128,6
(2.103,0)

Mathias Hlubek

148,2
(624,8)

– ****
(1.150,0)

– ****
(23.256)

– ****
(801,9)

148,2
(2.576,7)

Summe

276,8
(1.106,1)

– ****
(2.050,0)

– ****
(44.186)

– ****
(1.523,6)

276,8
(4.679,7)

* Die erfolgsunabhängige Vergütung umfasst das Fixgehalt und andere zuversteuernde Gehaltsbestandteile wie steuerpflichtige Zuschüsse zur privaten Rentenversicherung, steuerpflichtige Telefonpauschale / Wohnkosten sowie Dienstwagenregelungen.
** Differenzen zwischen den in die Gesamtvergütung 2006 einbezogenen Beträgen und den tatsächlich zugesagten Beträgen sind in die Gesamtvergütung 2007mit einbezogen.
*** Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 4 HGB sind Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen mit ihrer Anzahl und dem beizulegenden Zeitwert zum  Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben. DieVorjahreszahlen  sind entsprechend  angepasst. Da derGewährungsstichtag für die Tranche  2007 in den ersten zwei  Monatendes Jahres 2008 liegt, wurden die  ATP-Aktien mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet.  Siehe hierzu auch dieErläuterungen zum  ATP-Programm ab S. 55 im  Geschäftsbericht2007.
**** Die im Berichtsjahr ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Matthias Ganz und Mathias Hlubek haben im Rahmen ihrer Abfindungszusagen Abfindungen in Höhe  von 7.500,0 T€ bzw. 9.100,0 T€ erhalten. Mit diesen Zahlungenwurden  insbesondere auch Ansprüche aus erfolgsbezogener Vergütung und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung abgegolten.

Die Deutsche Börse AG hat für ihre Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder zudem eine sog. D&O-Versicherung (Directors & Officers-Versicherung, Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden) abgeschlossen.

Für den Vorstandsvorsitzenden besteht eine temporäre Abfindungszusage bis 2008 für den Fall, dass seine Bestellung ohne wichtigen Grund widerrufen wird. Die Höhe der Abfindung hängt ab von der Vergütung für die restliche vereinbarte Vertragslaufzeit bis 31. Oktober 2008, sie beträgt jedoch mindestens das 1,5-fache der im letzten vollen Kalenderjahr zugeflossenen Jahresgesamtvergütung (bestehend aus Festgehalt, erfolgsbezogener Vergütung und einem Teil der virtuellen Aktienoptionen bzw. Aktien).

Für alle Mitglieder des Vorstands der Deutsche Börse AG bestehen einzelvertragliche Ruhegeldvereinbarungen („Direktzusagen“). Diese Zusagen basieren im Wesentlichen auf folgenden Regelungen: Zum Seitenanfang

MerkmalRegelung

Rente

Nach Vollendung des 60.* bzw. 63. Lebensjahres, bei Ausscheiden aus dem Unternehmen oder bei Versetzung in den Ruhestand sowie nach mindestens dreijähriger Bestellung zum Vorstand und (mindestens) einmaliger Verlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder ein Ruhegeld. Die Zahlung beginnt an dem Tag, der auf den Tag der letzten Gehaltszahlung folgt.** Für neu bestellte Vorstände beginnt die Zahlung frühestens ab dem 55. Lebensjahr.***

Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente

Im Falle vorübergehender Berufsunfähigkeit besteht ein Anspruch auf Fortzahlung der Bezüge, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Bei einer dauerhaften Berufsunfähigkeit ist die Deutsche Börse AG berechtigt, den Vorstand nach sechs Monaten in den Ruhestand zu versetzen.

Invaliditätsrente

Die Deutsche Börse AG hat eine Unfallversicherung abgeschlossen, die im Leistungsfall bei Tod einmalig das Dreifache und bei Vollinvalidität einmalig das Vierfache des Jahresfestgehalts auszahlt.

Kappungsgrenze

Bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen wird das Ruhegeld um den Betrag gekürzt, um den ein neues Arbeitseinkommen zuzüglich Ruhegeld die laufenden Bezüge des alten Dienstverhältnisses übersteigt, bzw. es werden alle Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes durch regelmäßige geschäftliche, beratende oder berufliche Tätigkeit aus nicht selbstständiger Tätigkeit in voller Höhe auf das zu gewährende Ruhegeld angerechnet. Es wird von einer Anrechnung der Bezüge abgesehen, wenn das Vorstands mitglied das 60. bzw. 63. Lebensjahr vollendet hat.

Bemessungsgrundlage des Ruhegeldes

Das Ruhegeld beträgt 30 Prozent des zuletzt gezahlten Fixgehalts und erhöht sich um fünf Prozentpunkte pro Wiederbestellungsperiode auf maximal 50 Prozent.

Auszahlungsform

Die Versorgungsleistung wird grundsätzlich als Rente gewährt. Das jeweilige Vorstandsmitglied kann bis spätestens sechs Monate vor Eintritt des Versorgungsfalls gegenüber der Deutsche Börse AG schriftlich mitteilen, ob es die Leistungen aus der Ruhegeldvereinbarung in Form einer monatlichen Rente, einer einmaligen Kapitalleistung oder in fünf Teilzahlungen in Anspruch nehmen möchte. Die Deutsche Börse AG entscheidet in diesem Fall unter Berücksichtigung der Mitteilung des Vorstandsmitglieds über die Auszahlungsform gegenüber dem Vorstandsmitglied.

Hinterbliebenenversorgung

Im Todesfall während des aktiven Dienstes oder nach Eintritt des Rentenfalls (siehe oben) steht dem Ehepartner eine lebenslange Witwenrente von 60 Prozent des Ruhegeldes und den versorgungsberechtigten Kindern eine (Halb-)Waisenrente von 10 bzw. 25 Prozent des Ruhegeldes zu.

Übergangszahlung

Bei Ausscheiden aus dem aktiven Dienst nach dem Erreichen des Pensionsalters oder der Versetzung in den Ruhestand erhält der Berechtigte in den ersten zwölf Monaten nach der Pensionierung eine Übergangszahlung von insgesamt zwei Dritteln der letzten erfolgsbezogenen Vergütung sowie in den zwölf darauf folgenden Monaten in Höhe von insgesamt einem Drittel der letzten erfolgsbezogenen Vergütung. Falls der Berechtigte innerhalb von 24 Monaten nach der Versetzung in den Ruhestand stirbt, stehen dem überlebenden Ehegatten die o. g. Übergangsgelder drei Monate lang voll sowie in der restlichen Zeit zu 60 Prozent zu.

* Die Regelung bezieht sich auf die Vorstandsmitglieder Reto Francioni und Jeffrey Tessler.
** Gemäß dieser Vereinbarung gilt dies für Mathias Hlubek ab dem Jahr 2011 und für Matthias Ganz ab dem Jahr 2008.
*** Diese neue Regelung gilt für die Vorstandsmitglieder Andreas Preuß undThomas Eichelmann.

Der Aufwand für Pensionen setzt sich aus dem Dienstzeitaufwand und dem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand zusammen. Im Berichtsjahr wurden den Rückstellungen folgende Beträge als Aufwand für Pensionen zugeführt: Zum Seitenanfang

Aufwand für Pensionen
2007
(T€)
2006
(T€)

Reto Francioni

1.213,6

1.552,5

Thomas Eichelmann*

44,4


Frank Gerstenschläger**

393,1

Michael Kuhn

185,6

775,4

Andreas Preuß

518,8

407,2

Jeffrey Tessler

1.196,3

818,4

Summe

3.551,8

3.553,5

* Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen
** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen

Regelungen für den Kontrollwechsel

Die Vorstandsmitglieder haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge Anspruch auf Abfindungszahlungen, wenn in bestimmten Fällen des Kontrollwechsels der Dienstvertrag innerhalb von sechs Monaten beendet wird oder wenn das Vorstandsmitglied, ohne dass ein von ihm zu vertretender wichtiger Grund für die Beendigung vorliegt, sein Amt niederlegt, weil durch den Kontrollwechsel seine Stellung als Vorstandsmitglied erheblich beeinträchtigt wird.

Die Zahlungen im Falle eines Kontrollwechsels für die zum Jahresende aktiven Vorstandsmitglieder bemessen sich aus den kapitalisierten Bezügen (Festgehalt und erfolgsbezogene Vergütung) für die restliche vereinbarte Vertragslaufzeit und einer Abfindung von bis zu zwei Jahresbezügen in Höhe der Bezüge für das letzte Kalenderjahr (Festgehalt und erfolgsbezogene Vergütung). Die sich daraus ergebende Summe darf fünf Jahresbezüge nicht überschreiten. Die virtuellen Aktienoptionen werden mit dem Tag des Ausscheidens abgerechnet. Legt ein Vorstandsmitglied sein Amt nieder, werden die virtuellen Aktienoptionen nur zu 50 Prozent ausgezahlt. Die Ansprüche auf Aktien aus dem Aktientantiemeprogramm bleiben bestehen und werden nach Ablauf der Wartezeit gemäß den Regelungen des Aktientantiemeprogramms erfüllt. Zum Seitenanfang

Virtuelles Aktienoptionsprogramm

Vom Zeitpunkt des Börsengangs am 5. Februar 2001 bis einschließlich zum Jahr 2006 hatte die Deutsche Börse AG ein virtuelles Aktienoptionsprogramm aufgelegt, das auch für Vorstandsmitglieder galt. Die ausgegebenen Optionen haben eine Laufzeit von maximal fünf Jahren und eine Sperrfrist von drei Jahren. Die Ausübung der Optionen ist nach Ablauf der Sperrfrist bis zum Ende der Laufzeit jedes Quartals in jeweils 14-tägigen Ausübungsfenstern möglich. Die Optionen sind fiktiv ausgestaltet. Sie berechtigen nicht zum Bezug von Aktien der Deutsche Börse AG zu einem bestimmten Preis, sondern gewähren das Recht auf eine Barauszahlung. Die Höhe der Barauszahlung ist abhängig von der relativen (dividendenbereinigten) Entwicklung der Aktie der Deutsche Börse AG gegenüber dem Dow Jones STOXX® 600 Technology Index (EUR) (Return) als Referenzindex (1,00 € pro 1 Prozent Outperformance). Um die Outperformance festzustellen, werden die Anfangs- und Endwerte der Deutsche Börse-Aktie und des Referenzindex auf Basis eines Mittelwertes der Schlusskurse im Xetra®-Handel an der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse (bzw. Endwerte des Index) ermittelt: der Anfangswert über 60 Handelstage vor Ausgabe der Optionen, der Endwert über 60 Handelstage vor den Stichtagen 1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November, an denen das Ausübungsfenster beginnt.

Die fiktiven Optionen wurden jährlich zum 1. Februar ausgegeben. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats bestimmte die Zahl der Optionen, die jedes Vorstandsmitglied erhielt. Er legte dabei die individuelle Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds zugrunde. Zur Bewertung des Aktienoptionsprogramms für den Vorstand siehe Erläuterung 47 im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2007. Die folgende Tabelle zeigt den im Berichtsjahr erfassten Gesamtaufwand für die Optionen und den Bilanzansatz der gebildeten Rückstellungen für die Optionen zum Bilanzstichtag. Wie im Vorjahr waren zum Bilanzstichtag keine vorhandenen Optionen ausübbar. Zum Seitenanfang

Virtuelles Aktienoptionsprogramm (Vorjahreszahlen in Klammern)
Erfasster Aufwand
(T€)
Buchwert zum Bilanzstichtag
(T€)

Reto Francioni

2.488,9
(589,0)

3.077,9
(589,0)

Thomas Eichelmann*


(–)


(–)

Frank Gerstenschläger**


(–)


(–)

Michael Kuhn

8.505,6
(3.906,6)

10.620,9
(4.287,5)

Andreas Preuß

1.418,7
(335,7)

1.754,4
(335,7)

Jeffrey Tessler

4.736,5
(1.402,6)

6.393,1
(1.656,6)

Summe

17.149,7
(6.233,9)

21.846,3
(6.868,8)

* Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen
** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen

Aktientantiemeprogramm

Das Aktientantiemeprogramm löst das virtuelle Aktienoptionsprogramm der vergangenen Jahre ab. Das ATP ermöglicht es, als Bestandteil der variablen Vergütung nicht mehr nur Bargeld, sondern Aktien der Deutsche Börse AG zu gewähren, um so die Berechtigten noch stärker am Unternehmenserfolg zu beteiligen und ihre Identifikation mit dem Unternehmen zu erhöhen.

Als Komponente mit langfristiger Anreizwirkung erhalten die Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr erstmalig ein Drittel ihrer variablen Vergütung umgerechnet in eine Anzahl Aktien der Deutsche Börse AG („ATP-Aktienanzahl“). Die ATP-Aktienanzahl ergibt sich aus dem individuell und leistungsabhängig festgelegten Bonusbetrag (ein Drittel der variablen Vergütung) jedes Vorstandsmitglieds, geteilt durch den Börsenkurs der Gesellschaft (Schlussauktionspreis der Deutsche Börse Aktie im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse) am Tag der Festlegung des Bonusbetrags. Weder der umgerechnete Bonus noch die Aktienanzahl werden zum Zeitpunkt der Festlegung des Bonus geleistet, sondern nach Ablauf von zwei Jahren nach ihrer Gewährung („Wartezeit“). Nach Ablauf der Wartezeit wird zunächst die ursprüngliche ATP-Aktienanzahl in einen Zahlungsanspruch umgerechnet. Dazu wird der an diesem Tag aktuelle Börsenkurs (Schlussauktionspreis der Deutsche Börse-Aktie im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse) mit der Anzahl der ATP-Aktien multipliziert. Die Gesellschaft hat dann ein Wahlrecht, ob sie den Zahlungsanspruch des Vorstandsmitglieds in Aktien oder bar erfüllt.

Für das Berichtsjahr wird unterstellt, dass alle zum Bilanzstichtag aktiven Vorstandsmitglieder mit Ausnahme von Thomas Eichelmann ATP-Aktien erhalten werden. Gemäß IFRS 2 wird der Gesamtbetrag der ATP-Aktienanzahl mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) am Stichtag der Gewährung bewertet. Da der Gewährungs stichtag im Jahr 2008 liegt, wurde die ATP-Aktienanzahl im Berichtsjahr mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet, wobei unterstellt wurde, dass alle Vorstandsmitglieder 100 Prozent ihres Bonusrahmens als variable Vergütung erhalten. Um die ATP-Aktienanzahl aus der Tranche 2007 zu bewerten, wurde ein modifiziertes Black-Scholes-Optionspreismodell (Merton-Modell) an gewandt. Dieses Modell berücksichtigt keine Ausübungshürden. Die folgenden Bewertungsparameter liegen diesem Modell zugrunde: Zum Seitenanfang

Bewertungsparameter
Tranche 2007*

Laufzeit bis

31.01.2010

Risikoloser Zins

%

4,15

Volatilität

%

28,1

Kurs der Aktie der Deutsche Börse AG

135,75

Dividendenrendite

%

1,8

Ausübungspreis

0

Beizulegender Zeitwert

130,83

* Bewertungsparameter und beizulegender Zeitwert zum Bilanzstichtag 31.Dezember 2007

Der Aufwand im Berichtsjahr, der sich aus dem ATP 2007 ergibt, ist nachfolgend zusammen mit dem Buchwert zum Bilanzstichtag dargestellt. Er ergibt sich aus der Verteilung des Wertes zum Gewährungsstichtag (bzw. Bilanzstichtag) aus der Tabelle „Vergütung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2007“ (siehe S. 52 des Geschäftsberichts 2007) über drei Jahre (ab Februar 2007). Zum Seitenanfang

Aktientantiemeprogramm 2007
Erfasster Aufwand
(T€)
Buchwert zum Bilanzstichtag
(T€)

Reto Francioni

270,0

270,0

Thomas Eichelmann*


Frank Gerstenschläger**

92,1

92,1

Michael Kuhn

186,5

186,5

Andreas Preuß

220,9

220,9

Jeffrey Tessler

166,9

166,9

Summe

936,4

936,4

* Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen
** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der für das Berichtsjahr unterstellten ATP-Aktienanzahl. Zum Seitenanfang

ATP-Aktienanzahl Tranche 2007
Stand am
31.12.2006
Unterstellte
ATP-Aktienanzahl
für 2007
Erfüllung in
ATP-Aktien
Verfallene
ATP-Aktienanzahl
Unterstellter
Stand am
31.12.2007

Reto Francioni

0

6.753

0

0

6.753

Thomas Eichelmann*

0

0

0

0

0

Frank Gerstenschläger**

0

2.303

0

0

2.303

Michael Kuhn

0

4.666

0

0

4.666

Andreas Preuß

0

5.525

0

0

5.525

Jeffrey Tessler

0

4.175

0

0

4.175

Summe

0

23.422

0

0

23.422

* Zum 1. Juli 2007 in den Vorstand berufen
** Zum 1. April 2007 in den Vorstand berufen

Ehemalige Mitglieder des Vorstands oder ihre Hinterbliebenen

Ehemalige Mitglieder des Vorstands oder ihre Hinterbliebenen erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 922 T€ (2006: 661 T€). Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) betrug im Berichtsjahr zum Bilanzstichtag 30.251 T€ (2006: 26.031 T€). Der Anstieg beruht auf dem Ausscheiden der beiden Vorstandsmitglieder im Berichtsjahr und der damit zusammen hängenden sofortigen Zuführung des Ruhegeldes zu den Pensionsverpflichtungen.

Für beide im Berichtsjahr ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder beträgt die Bemessungsgrundlage für das Ruhegeld 35 Prozent des zuletzt gezahlten Fixgehalts. Zum Seitenanfang

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