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Deutsche Börse AG veröffentlicht vorläufiges Ergebnis für Q4 und Gesamtjahr 2013

Datum: 19. Feb 2014 | Deutsche Börse

Deutsche Börse AG veröffentlicht vorläufiges Ergebnis für Q4 und Gesamtjahr 2013

Gruppe erzielte 2013 Nettoerlöse in Höhe von rund 1,9 Mrd. €/Vorsteuergewinn EBIT lag bereinigt um Einmaleffekte bei 954 Mio. €/Stabile Dividende von 2,10 € je Aktie vorgeschlagen/Wichtige Meilensteine bei der Implementierung der Wachstumsstrategie erreicht/Positive Wachstumsprognose

Die Deutsche Börse AG hat am Mittwoch ihre vorläufigen Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2013 veröffentlicht. Das Unternehmen erzielte 2013 Nettoerlöse von 1.912,3 Mio. €, was einer weitgehend stabilen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr entspricht (2012: 1.932,3 Mio. €). Die bereinigten operativen Kosten lagen, bedingt durch höhere Investitionen in Wachstumsinitiativen und Infrastruktur, mit 967,6 Mio. € um 5 Prozent über denen des Vorjahres (2012: 922,4 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 954,0 Mio. € (2012: 1.005,6 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie, bereinigt um Sondereffekte, betrug 3,46 € (2012: 3,53 €). Für das Geschäftsjahr 2013 schlägt der Vorstand der Deutsche Börse AG eine stabile Dividende in Höhe von 2,10 € je Aktie vor (2012: 2,10 €). Dies bedarf noch der formellen Zustimmung des Aufsichtsrats der Deutsche Börse AG, der heute bereits seine Unterstützung ausgedrückt hat, und der Aktionäre der Deutsche Börse AG bei der Hauptversammlung am 15. Mai 2014.
Reto Francioni, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG, sagte: „Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt stabile Nettoerlöse erzielen. Gleichzeitig sind wir durch die konsequente Ausweitung unseres Investitionsprogramms mit der Erschließung neuer Wachstumsfelder gut vorangekommen. Neben den erheblichen strukturellen Wachstumschancen zeichnen sich auch bei den makroökonomischen Rahmenbedingungen in Europa Verbesserungen ab. Wir blicken daher optimistisch in die Zukunft.“
Gregor Pottmeyer, Personal- und Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „Mit unserem effektiven Kostenmanagement über die letzten Jahre haben wir uns den nötigen Freiraum geschaffen, um zielgerichtet in Wachstum zu investieren. Für 2014 planen wir eine weitere Erhöhung der Investitionen in Wachstum und Infrastruktur von rund 30 Mio. €, insbesondere zum weiteren Ausbau unserer Präsenz in Asien. Zugleich wird aber das seit 2013 laufende Effizienzprogramm inflationäre Effekte in den Betriebskosten bis einschließlich 2016 ausgleichen.“
Vorläufiges Ergebnis 2013
Die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 insgesamt stabil. Der leichte Rückgang um 1 Prozent auf 1.912,3 Mio. € (2012: 1.932,3 Mio. €) ist bedingt durch die niedrigeren Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft. Diese sanken trotz steigender durchschnittlicher Kundenbareinlagen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Zentralbanken auf 35,9 Mio. € (2012: 52,0 Mio. €).
Die operativen Kosten lagen im Berichtsjahr mit 1.182,8 Mio. € bedingt durch Sondereffekte in Höhe von 215,2 Mio. € (2012: 36,2 Mio. €) deutlich über denen des Vorjahres (2012: 958,6 Mio. €). Die Sondereffekte setzten sich zusammen aus Kosten in Höhe von 86,2 Mio. €, maßgeblich für Effizienzprogramme, sowie einem Betrag in Höhe von 129,0 Mio. €, um ein Verfahren der US-amerikanischen Exportkontrollbehörde Office of Foreign Assets Control (OFAC) durch einen Vergleich zu beenden. Davon entfielen 111,2 Mio. € (151,9 Mio. US$) auf die Vergleichszahlung und 17,8 Mio. € im Wesentlichen auf Verfahrenskosten. Bereinigt um diese Einmaleffekte stiegen die Kosten um 5 Prozent auf 967,6 Mio. € (2012: 922,4 Mio. €) und lagen damit im Rahmen der Prognose, in der die Gruppe einen moderaten Anstieg der operativen Kosten prognostiziert hatte.
Das Beteiligungsergebnis der Gruppe Deutsche Börse belief sich auf 9,3 Mio. € (2012: –4,3 Mio. €). Es wird im Wesentlichen erreicht durch die European Energy Exchange AG (wird zum 1. Januar 2014 vollkonsolidiert), die Direct Edge Holdings, LLC, und die Scoach Holding S.A. Letztere trug allerdings nur im ersten Halbjahr zum Beteiligungsergebnis bei, da das Gemeinschaftsunternehmen mit der Schweizer Börse SIX mit Ablauf des 30. Juni 2013 beendet wurde und Scoach seitdem vollkonsolidiert wird. Im Zusammenhang mit der Vollkonsolidierung von Scoach enthält das Beteiligungsergebnis einen Sonderertrag in Höhe von 2,0 Mio. €.
2013 stiegen die operativen Kosten, da die Investitionen in Wachstums- und Infrastrukturprojekte erhöht wurden. In Kombination mit den beschriebenen Sondereffekten und leicht rückläufigen Nettoerlösen reduzierte sich daher das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Gruppe Deutsche Börse im Berichtsjahr auf 738,8 Mio. € (2012: 969,4 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBIT von 954,0 Mio. € (2012: 1.005,6 Mio. €).
Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf –70,7 Mio. € (2012: –132,7 Mio. €). Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf die im zweiten Quartal 2013 abgeschlossene Refinanzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie Sondereffekte im Jahr 2012 zurückzuführen. Im März 2013 hat die Deutsche Börse AG erfolgreich eine Unternehmensanleihe im Umfang von 600 Mio. € im Markt platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen jährlichen Zinskupon von 1,125 Prozent. In Kombination mit der Anleiheemission im Oktober 2012 konnte die Deutsche Börse somit die Refinanzierung der ausstehenden langfristigen Verbindlichkeiten mit Fälligkeit im Jahr 2013 zu sehr günstigen Konditionen abschließen. Im Geschäftsjahr 2012 enthielt das Finanzergebnis Sondereffekte: 1) aufgrund der Vereinbarung der Deutsche Börse AG mit der SIX Group AG zur vollständigen Übernahme der Eurex Zürich AG, 2) aufgrund der Platzierung einer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 600 Mio. € und 3) aufgrund des Rückkaufs von ausstehenden Euroanleihen im vierten Quartal 2012. Bereinigt um diese Effekte belief sich das Finanzergebnis 2012 auf −92,9 Mio. €.
Die effektive Gruppensteuerquote lag 2013 unverändert bei 26,0 Prozent (2012: 26,0 Prozent). Diese ergibt sich nach der Bereinigung um die oben genannten Sondereffekte in den operativen Kosten und dem Finanzergebnis.
Damit belief sich der Konzern-Jahresüberschuss der Gruppe auf 478,4 Mio. € (2012: 645,0 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte lag der Konzern-Jahresüberschuss bei 636,8 Mio. € (2012: 660,9 Mio. €).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf Basis des gewichteten Durchschnitts von 184,1 Mio. Aktien auf 2,60 € (2012: 3,44 € bei durchschnittlich 187,4 Mio. ausstehenden Aktien). Bereinigt um die genannten Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 3,46 € (2012: 3,53 €).
Vorläufiges Ergebnis Q4/2013
Im vierten Quartal 2013 erwirtschaftete die Deutsche Börse Nettoerlöse in Höhe von 473,0 Mio. € (Q4/2012: 447,7 Mio. €). Die operativen Kosten lagen bei 284,6 Mio. € (Q4/2012: 253,7 Mio. €). Bereinigt um Kosten für Effizienzprogramme und Verfahrenskosten im Zusammenhang mit dem Vergleich mit der OFAC, lagen die operativen Kosten bei 267,9 Mio. € (Q4/2012: 247,1 Mio. €). Das EBIT belief sich im vierten Quartal 2013 auf 189,5 Mio. €, verglichen mit 185,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sondereffekte lag das EBIT bei 206,2 Mio. € (Q4/2012: 191,8 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag im Schlussquartal 2013 bei 0,68 € im Vergleich zu 0,82 € im vierten Quartal 2012. Bereinigt um die genannten Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie im vierten Quartal 2013 bei 0,74 € (Q4/2012: 0,64 €).

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