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Transparenzinitiativen

Transparenzinitiativen

Die Konzernzentrale in Eschborn wurde 2010 mit dem Platin-Standard des US-amerikanischen Nachhaltigkeitszertifikats „Leadership in Energy and Environmental Design“ (LEED) ausgezeichnet.

Die Gruppe Deutsche Börse arbeitet beständig daran, die Transparenz und die Standardisierung an den globalen Kapitalmärkten zu erhöhen. Dabei nehmen wir das Potenzial unserer gesamten Wertschöpfungskette in den Blick und orientieren uns an den Bedürfnissen der unterschiedlichen Akteure des Kapitalmarktes.

Börsensegmente mit besonderen Transparenzanforderungen

Mit dem Prime Standard stellt die Gruppe Deutsche Börse Unternehmen ein Premiumsegment für den Kapitalmarktzugang bereit. Unternehmen in diesem Segment erfüllen internationale Transparenzanforderungen gegenüber Anlegern, die in sie investieren.

Das Premiumsegment für Aktien

Der Prime Standard für Aktien zählt zum EU-regulierten Markt und ist das Börsensegment für Unternehmen, die sich auch gegenüber internationalen Investoren positionieren wollen: Unternehmen, die sich hier notieren lassen, müssen über die gesetzlichen Mindestanforderungen des EU-regulierten Marktes hinaus hohe internationale Transparenzanforderungen erfüllen. Die Zulassung zum Prime Standard für Aktien ist eine Voraussetzung für die Aufnahme in die Auswahlindizes DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX®.

Das Premiumsegment für Unternehmensanleihen

Der Prime Standard für Unternehmensanleihen bietet großen und mittelständischen Unternehmen, die international agieren, die Möglichkeit, Fremdkapital an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB®) aufzunehmen. Dafür sind erhöhte Transparenzanforderungen vor und nach der Anleiheemission zu erfüllen.

Informationsportal für nachhaltige Wertpapiere

Über das Online-Informationsportal für nachhaltige Wertpapiere bietet die Deutsche Börse interessierten Marktteilnehmern auf den Unternehmensstammdatenblättern neben den Finanzdaten auch Nachhaltigkeitskennzahlen für weltweit 1.800 Aktiengesellschaften des STOXX®-Universums an.

Über das Informationsportal bietet die Deutsche Börse ...

  • ESG-Kennzahlen (ESG steht für „environmental, social, governance“ – Umwelt, Soziales, Governance): Informationen zum schonenden Umgang mit Ressourcen („environment“), Kriterien des sozial verantwortlichen Handelns („social“) sowie Aspekte der Unternehmensführung („governance“) für 1.800 Unternehmen.
  • Daten des CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) zur Transparenz bzw. Leistung der 1.800 Unternehmen in Bezug auf den Klimawandel.
  • die Möglichkeit, Unternehmen nach ESG-Kriterien bzw. basierend auf der Gewichtung dieser Kriterien auszuwählen.
  • Informationen zu Nachhaltigkeitsindizes sowie eine Auswahl von Fonds und Zertifikaten.

Dialogveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit im Finanzdienstleistungssektor

Im Jahr 2017 startete die Gruppe Deutsche Börse die Initiative „Accelerating Sustainable Finance“ gemeinsam mit wichtigen Akteuren des Finanzplatzes Frankfurt am Main. Im Rahmen von drei Arbeitskreisen (Taskforces) zu den Themen „Nachhaltige Produkte und Diensteistungen“, „Impact Investing“ und „ESG-Daten“ werden mögliche Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Finanzwirtschaft diskutiert. Auf dieser Basis werden dann konkrete Initiativen zur Umsetzung neuer Strukturen angestoßen, um die notwendigen Entwicklungen im Bereich „Sustainable Finance“ voranzutreiben.

Zusammenarbeit mit internationalen ESG-Organisationen

Als zentrale Schnittstelle zwischen den Akteuren des Kapitalmarktes sieht die Gruppe Deutsche Börse es in ihrer Verantwortung, eine Plattform zu schaffen, auf der verschiedene Ansätze im Bereich ESG („environmental, social, governance“ – Umwelt, Soziales, Governance) vorgestellt werden. Damit ermöglicht die Deutsche Börse Marktteilnehmern und Öffentlichkeit, sich einen Überblick über unterschiedliche Transparenzinitiativen zu verschaffen und sich mit anderen auszutauschen.

Zusammenarbeit mit dem International Integrated Reporting Council (IIRC)

Die Gruppe Deutsche Börse trägt als Mitglied des IIRC German Roundtables dazu bei, den Rahmen eines neuen integrierten Berichtswesens aktiv mitzugestalten. Ziel des IIRC ist es, ein international ausgerichtetes, integriertes Berichtssystem zu erarbeiten, das eine klare, prägnante und vergleichbare Kommunikation zu wesentlichen Zahlen und Fakten eines Unternehmens gewährleistet.

Zusammenarbeit mit dem CDP

Seit April 2012 werden im Rahmen der Partnerschaft mit dem CDP Klimadaten von weltweit 1.800 Unternehmen kostenlos im Informationsportal für nachhaltige Wertpapiere angeboten. Diese Daten ermöglichen den Vergleich von Unternehmen auf Basis ihres CO2-Ausstoßes.

Positionierung und Weiterentwicklung des ESG Best Practice Guides

Vor dem Hintergrund der nationalen Ausgestaltung der seit 2017 geltenden EU-Richtlinie zur unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichterstattung hat die Gruppe Deutsche Börse ihren ESG Best Practice Guide im Rahmen diverser Dialogveranstaltungen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als Orientierungshilfe für von der Regulierung betroffene Unternehmen positioniert. Der Guide bündelt international gültige Reportingmethoden inkl. ausgewählter Best Practice-Beispiele und bietet mit sieben Empfehlungen eine strukturierte Anleitung für einen intelligenten und v.a. effizienten Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Kapitalmarktkommunikation. Er ist daher insbesondere für kleinere und mittelgroße Unternehmen sowie für Reporting-Neueinsteiger geeignet. Damit ergänzt der regelmäßig auf Aktualität geprüfte Leitfaden das Serviceangebot der Gruppe Deutsche Börse für Emittenten.

Transparenz durch eigene Berichterstattung

Der Unternehmensbericht stellt das unternehmerische Handeln der Gruppe Deutsche Börse transparent dar. Der aktuelle Bericht informiert über den Verlauf des Geschäftsjahres und gibt zugleich einen fundierten Überblick darüber, wie das Unternehmen die Themen gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit mit Leben füllt. Mit der Integration der nichtfinanziellen Erklärung in den geprüften zusammengefassten Lagebericht wird die Gruppe Deutsche Börse nicht nur den gesetzlichen Anforderungen gerecht, sondern bildet nichtfinanzielle Kennzahlen in einem gemeinsamen Kontext mit klassischen Finanzkennzahlen ab.