Service Navigation

Deutsche Börse Photography Foundation zeigt „EXTREME.TERRITORIES“

Datum: 03. Mai 2018 | Deutsche Börse Photography Foundation

Deutsche Börse Photography Foundation zeigt „EXTREME.TERRITORIES“

Ausstellung ist Teil der Fotografietriennale RAY 2018 / 25. Mai 2018 bis 28. September 2018 in The Cube, Eschborn / Presserundgänge am Donnerstag, 23. Mai, um 13:30 und 14:30 Uhr

Die Deutsche Börse Photography Foundation zeigt von 25. Mai bis 28. September 2018 in der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse, The Cube, in Eschborn „EXTREME.TERRITORIES“. Die Ausstellung ist Teil der Fotografietriennale RAY 2018 in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet. In diesem Rahmen präsentieren über 15 RAY 2018 Partnerprojekte eigens kuratierte Ausstellungen und erfassen das diesjährige Thema EXTREME aus vielschichtigen Perspektiven in der zeitgenössischen Fotografie.

Das Kuratorenteam von RAY 2018 setzt sich zusammen aus: Anne-Marie Beckmann (Deutsche Börse Photography), Peter Gorschlüter (MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main), Alexandra Lechner (Darmstädter Tage der Fotografie), Celina Lunsford (Fotografie Forum Frankfurt) und Matthias Wagner K (Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main).

Video: „EXTREME.TERRITORIES – RAY 2018“

 

„EXTREME. TERRITORIES“ beschäftigt sich mit Gebieten, deren Bewohner durch politische und wirtschaftliche Entwicklungen außergewöhnlichen Bedingungen ausgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die in der Landschaft hinterlassenen Spuren und Verschiebungen, die Zeugnis ablegen von Entwurzelung, Abgrenzung und Entfremdung. Sie entstehen durch politische Konflikte und Umwälzungen ebenso wie durch die Auswüchse von rasantem wirtschaftlichen Wachstum. Gezeigt werden Arbeiten von Christoph Bangert, Anne Heinlein und Göran Gnaudschun, Sze Tsung Nicolás Leong, Gregor Sailer und Guy Tillim.

Christoph Bangert (*1978 DE) setzt sich in „Hello Camel“ mit den extremen und bisweilen skurrilen Lebensbedingungen im Krieg auseinander. Er zeigt, wie Soldaten aus den USA, Großbritannien und Deutschland, die in Kriegsgebieten im Irak und Afghanistan stationiert sind, dort im Chaos des Krieges um ein Stück Normalität ringen.

Das Projekt „Wüstungen“ von Anne Heinlein (*1977 DE) und Göran Gnaudschun (*1971 DE) zeigt Fotografien und Archivmaterial aus den geschleiften Grenzgebieten in der ehemaligen DDR. Dort wurde alles dem Erdboden gleichgemacht, was dem Schussfeld der Grenzpolizisten im Wege stand. „Wüstungen“ reflektiert die weitreichenden und dramatischen Folgen, die die Errichtung und Bewachung der innerdeutschen Grenze für viele Menschen in der ehemaligen DDR mit sich brachte. Für viele von ihnen bedeutete sie den Verlust von Haus, Hof und Heimat.

Die Arbeiten von Sze Tsung Nicolás Leong (*1970 MX/GB/US) aus der Serie „History Images“ beschäftigen sich mit den rasanten und radikalen architektonischen Veränderungen des urbanen Raums in chinesischen Großstädten. Das dortige Wirtschaftswachstum sowie das Streben nach westlicher Lebensqualität führen zur Auslöschung ganzer Stadtteile, die durch gleichförmige schnell erbaute Hochhaussiedlungen ersetzt werden. Ärmere und ältere Menschen werden aus den Städten gedrängt, die somit ihre Geschichte und ihr Gedächtnis verlieren.

Für seine Serie „Closed Cities“ spürte Gregor Sailer (*1980 AT) verborgene und hermetisch von der Außenwelt abgeschottete Städte in unterschiedlichen Regionen der Welt auf. Diese für einen begrenzten Zeitraum künstlich angelegten urbanen Zonen werden sowohl für den Abbau von Rohstoffen, militärische Übungen oder die Unterbringung von Flüchtlingen geschaffen. Sailer hinterfragt hiermit aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und verweist auf ihre Auswirkungen auf Landschaftsgestaltung und Architektur. Diese Betrachtungen führt er in seinem aktuellen Projekt „The Potemkin Village“ fort, welches der Idee von schnell hochgezogenen Attrappen folgt und ihn zu den erstaunlichsten Kulissen und Kopien geführt hat.

Guy Tillim (*1962 ZA) hat seine Fotografien von Straßenzügen und Gebäuden in afrikanischen Großstädten „Avenue Patrice Lumumba“ nach dem ersten Premierminister des unabhängigen Kongo benannt. Auf den ersten Blick erscheinen die dort abgebildeten postkolonialen Bauwerke wie morbide architektonische Relikte von gescheiterten Utopien. Doch Tillim selbst nennt sie „Avenuen der Träume“, deren Monumente die Visionen von politischer Befreiung ebenso in sich tragen wie deren Scheitern.

Die Deutsche Börse Photography Foundation ist Ausstellungspartner und Förderer von RAY 2018 sowie einer der Hauptförderer des RAY Partnerprojektes „Foam Talents“, das vom 24. Mai - 26. August im Frankfurter Kunstverein gezeigt wird. Im Rahmen von RAY 2018 - PLUS zeigt das MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst 22. Juni bis 9. September 2018
die Ausstellung des „Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2018“.

Weitere Informationen:

Eine Pressevorbesichtigung von „EXTREME.TERRITORIES RAY 2018“ findet am
23. Mai 2018, gegen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr in The Cube, Mergenthalerallee 61, 65760 Eschborn statt. Im Rahmen der RAY-Presserundgänge stehen um 13 Uhr (Abfahrt MMK 3, Domstr. 3) und um 14 Uhr (Abfahrt Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17) Shuttle-Busse zur Verfügung, die Sie von der Frankfurter Innenstadt nach Eschborn und wieder zurück fahren. Die Künstler Christoph Bangert, Göran Gnaudschun, Sze Tsung Nicolás Leong und Guy Tillim werden anwesend sein.

Die Eröffnung von „EXTREME.TERRITORIES RAY 2018“ findet am Donnerstag, 24. Mai 2018, um 18:30 Uhr statt.
Um Anmeldung zur Pressevorbesichtigung unter leticia.adam@deutsche-boerse.com wird gebeten.

Im Anhang finden Sie eine Übersicht zu den Pressebildern, gern senden wir Ihnen auf Anfrage die Motive in druckfähiger Qualität.

Informationen für Besucher:
Die Ausstellung kann nach vorheriger Anmeldung kostenfrei besichtigt werden.
Termine für Führungen: 29.5., 18:00 Uhr; 6.6., 18:30 Uhr; 15.6., 18:00 Uhr; 25.6., 18:30 Uhr; 6.7., 18:00 Uhr; 31.7., 18:00 Uhr; 16.8., 18:30 Uhr, 29.8., 18:00 Uhr, 12.9., 18:30 und 20.9. 18:00 Uhr.
Weitere Termine für Gruppen sind nach Absprache möglich.
Ort: The Cube, Mergenthalerallee 61, 65760 Eschborn

Die Anmeldung zu den öffentlichen Führungen erfolgt unter: https://www.deutscheboersephotographyfoundation.org/de/veranstaltungen.php?from=1829

Über die Deutsche Börse Photography Foundation

Die Deutsche Börse Photography Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt. Die Schwerpunkte der Stiftungsaktivitäten liegen im Bereich Sammeln, Ausstellen und Fördern von zeitgenössischer Fotografie. Im Jahr 1999 hat die Gruppe Deutsche Börse mit dem Aufbau ihrer Sammlung zeitgenössischer Fotografie begonnen. Der weitere Ausbau der Art Collection Deutsche Börse, die aktuell mehr als 1.700 Arbeiten von über 120 internationalen Künstlern umfasst, gehört zu den zentralen Aufgaben der Stiftung. Die Sammlung und ein wechselndes Ausstellungsprogramm sind öffentlich zugänglich. Gemeinsam mit der Photographers' Gallery in London vergibt die Foundation jährlich den renommierten Deutsche Börse Photography Foundation Prize. Die Förderung von jungen Künstlern ist der Stiftung ein wichtiges Anliegen. Die Aktivitäten der Foundation umfassen Auszeichnungen, Stipendien und Ausstellungen, z.B. Kooperationen mit dem Foam Talents Programm oder der Frankfurter Künstlerhilfe. Weitere Schwerpunkte sind die Unterstützung von Ausstellungsprojekten internationaler Museen und Institutionen sowie der Ausbau von Plattformen für den wissenschaftlichen Austausch über das Medium.

Über RAY 2018

RAY 2018 präsentiert zum dritten Mal herausragende Positionen der Fotografie an über zehn Standorten in Frankfurt und der Region Rhein-Main. Eröffnet wird RAY 2018 am 23. Mai 2018 im Festivalzentrum im MMK 3 des Museums für Moderne Kunst Frankfurt (Domstr. 3). Erstmalig findet auch ein viertägiges Festival statt: Vom 24. bis 27. Mai 2018 sind Fotobegeisterte, Fachbesucherinnen und -besucher sowie Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich zum Medium Fotografie und dem Triennale-Thema EXTREME auszutauschen. Das inhaltliche Konzept von RAY 2018 EXTREME wurde von fünf Kuratorinnen und Kuratoren beteiligter Institutionen und Sammlungen für Fotografie gemeinsam entwickelt. In Kooperation mit über 15 Partnerinstitutionen und Sammlungen der Region sowie mit zahlreichen Events verspricht RAY 2018 eine weitere facettenreiche Auseinandersetzung mit der Fotografie vor dem Hintergrund ihrer gesellschaftlichen Bedeutung.

Zusatzinformation