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Deutsche Börse gründet Corporate Venture Capital-Plattform

Datum: 21. Jun 2016 | Deutsche Börse

Deutsche Börse gründet Corporate Venture Capital-Plattform

Neue Investmentplattform soll strategische Investitionen in Fintech-Unternehmen fördern/Neue Studie „Future of Fintech in Capital Markets“ der Deutschen Börse in Zusammenarbeit mit Celent analysiert potenzielle Einstiegsfelder für etablierte Finanzmarkt-Infrastrukturanbieter

Als weiteren bedeutsamen Teil ihrer Wachstumsstrategie „Accelerate“ startet die Deutsche Börse heute DB1 Ventures, eine Plattform für Corporate Venture Capital (CVC). Das Team von DB1 Ventures sitzt primär in Frankfurt; Ziel der Plattform ist es, neue Beteiligungen einzugehen und aktiv die bestehenden Minderheitsbeteiligungen der Deutschen Börse zu verwalten. Die Deutsche Börse besitzt bereits diverse Anteile an Unternehmen in der Frühphase und auch an bereits etablierten Firmen. Der neue Ansatz zielt darauf ab, bestehende und neue Investments aktiv zu verwalten, um das volle Potenzial dieser strategischen Beteiligungen auszuschöpfen.

DB1 Ventures wird ausschließlich in Unternehmen investieren, die für die Deutsche Börse von strategischem Interesse sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fintech-Unternehmen in der Anfangs- und Wachstumsphase, um so für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zu knüpfen. Die anfänglichen Mittel für DB1 Ventures stellt die Deutsche Börse aus ihrem Budget bereit. Die strategischen Investments werden von einem Investment Committee der Deutschen Börse überwacht, dessen Vorsitz der Deutsche Börse CEO Carsten Kengeter inne hat und das funktions- und geschäftsbereichsübergreifend aufgestellt ist.

„DB1 Ventures soll verstärkt und aktiv in junge und im Wachstum befindliche Unternehmen investieren, die für unsere Kunden, Produkte, geografische Ausrichtung und Technologie von unmittelbarer oder naheliegender strategischer Bedeutung sind. Im Rahmen unseres aktiven Managements werden wir zudem vielversprechende Partnerschaften mit einigen aktuellen Beteiligungen in unserem Portfolio vertiefen und ausweiten“, sagte Carsten Kengeter, CEO der Deutschen Börse.

Ankur Kamalia, Managing Director der Deutschen Börse, Head of Venture Portfolio Management und Verantwortlicher für DB1 Ventures, ergänzte: „Dieser duale Ansatz ermöglicht es uns, unsere Fachkenntnisse als Anbieter von Marktinfrastruktur einzubringen und dadurch Wertschöpfungspotenziale für Fintech-Unternehmen zu kreieren. Im Gegenzug profitieren wir von neuen Ideen und technologischen Entwicklungen im Frühstadium. Gleichzeitig verwalten wir weiterhin aktiv unser bestehendes Portfolio an Beteiligungen, was auch Veräußerungen einschließt.“

Darüber hinaus hat die Deutsche Börse in Zusammenarbeit mit Celent, einem Finanztechnologie-Research und -Beratungsunternehmen, die Bedeutung von Fintech-Unternehmen und ihre möglichen Auswirkungen auf etablierte Anbieter von Marktinfrastruktur analysiert. Die neue Studie „Future of Fintech in Capital Markets“ beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten für Marktinfrastrukturanbieter, mit Fintech-Unternehmen zusammenzuarbeiten und vertiefende strategische Partnerschaften einzugehen. Seit 2008 hat der Kapitalzufluss in Fintech-Werte um das Sechsfache zugenommen. Weltweit wurden im vergangenen Jahr rund 1.200 Transaktionen im Fintech-Sektor getätigt mit einem Kapitaleinsatz in Höhe von rund 19 Mrd. US-Dollar. CVCs machen inzwischen ca. 25 Prozent der weltweiten Kapitalflüsse im Fintech-Sektor aus.

David Easthope, Senior Vice President und verantwortlich für Securities and Investments Practice bei Celent, ergänzte: „Weite Teile der Finanzdienstleistungsbranche befinden sich derzeit in einem Transformationsprozess, der von zukunftsweisenden Finanztechnologie-Unternehmen angestoßen wurde. Statt Alleingänge zu verfolgen, empfiehlt sich für Fintechs ein partnerschaftlicher Ansatz mit etablierten Unternehmen wie Marktinfrastrukturanbietern. Die Zukunft in den Bereichen Kapitalbeschaffung, Technologie und industrielle Arbeitsabläufe kann so gemeinsam gestaltet werden“.

Weitere Informationen

Im April 2016 eröffnete die Deutsche Börse ihren Fintech-Hub in Frankfurt, um die hessische Regierung bei ihrer Initiative zur Errichtung eines Fintech-Clusters in Frankfurt zu unterstützen. Die Deutsche Börse hat sich zum Ziel gesetzt, die Start-Up- und Investment-Kultur in Deutschland zu fördern.

Im Februar 2016 verkaufte die Deutsche Börse ihren 50-Prozent-Anteil an Infobolsa S.A. an ihren Joint Venture Partner BME.

Im Januar 2016 beteiligte sich die Deutsche Börse zudem an der Kapitalbeschaffungsrunde für Digital Asset Holdings, einen Entwickler von Distributed Ledger-Technologien im Finanzdienstleistungssektor. Die Mission von Digital Asset, die 2015 gegründet wurde, besteht in der Steigerung von Effizienz, Sicherheit, Compliance und Abwicklungsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Kostenreduzierung durch die Einführung von Distributed Ledger-Technologien. Die Software von Digital Asset verbessert grundlegend die Effizienz in der Post-Trade-Verarbeitung, indem Kosten, Latenz, Fehler, Risiken und Kapitalbedarf reduziert werden.

Im November 2015 tätigte die Gruppe Deutsche Börse ein Investment in den IFM Fintech Opportunities Fund von Illuminate. Dieser Fonds ist spezialisiert auf Fintech-Unternehmen in Bereichen wie Compliance, Regulierung und Konnektivität, die zur Wachstumsstrategie der Deutschen Börse – dem Ausbau ihres Dienstleistungsportfolios – passen.

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