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Frankfurts „Bulle und Bär“-Skulpturen werden 30 Jahre alt

Datum: 04. Okt 2018 | Deutsche Börse Cash Market

Frankfurts „Bulle und Bär“-Skulpturen werden 30 Jahre alt

Sie sind beliebt bei Touristen, eine gern gewählte Fernseh-Kulisse und Symbol für den Finanzplatz Frankfurt: Die „Bulle und Bär“-Skulpturen vor der Frankfurter Börse werden am Samstag 30 Jahre alt.

Der Vorstand der Frankfurter Wertpapierbörse hatte den in Frankfurt geborenen Bildhauer Reinhard Dachlauer zum 400-jährigen Börsenjubiläum im Jahr 1985 beauftragt, die beiden Bronze-Skulpturen anzufertigen. Drei Jahre später, am 6. Oktober 1988, wurden „Bulle und Bär“ dann auf der Ostseite des Frankfurter Börsenplatzes aufgestellt und an die Stadt Frankfurt übergeben.

Seitdem sind die Skulpturen nicht nur Foto-Kulisse für jährlich zehntausende Touristen und Börsenbesucher, auch Unternehmen setzen sie bei Börsengängen medial in Szene: Bevor im Börsensaal der erste Preis der Aktien festgestellt und die Börsenglocke geläutet wird, zählt das Foto vor Bulle und Bär in aller Regel zum Pflichtprogramm.

 

Als weltweit bekannte Börsensymbole stehen die Tiere für das Auf und Ab der Kurse im Börsenhandel. Wie genau die beiden Tiere zur ihrer Rolle kamen, ist nicht eindeutig belegt. Eine heute sehr gängige Erklärung beruft sich auf das unterschiedliche Kampfverhalten der beiden Tiere bei Schaukämpfen, die im 17. Jahrhundert in der Nähe der Londoner Börse stattgefunden haben sollen.

Während der Bulle versucht, seine Gegner in einer Aufwärtsbewegung auf die Hörner zu nehmen, schlägt der Bär mit seinen Tatzen von oben nach unten. So steht der Bulle für steigende Preise und wirtschaftlichen Aufschwung. Börsianer sprechen bei einem positiven Marktumfeld daher auch von einem „Bullenmarkt“ – und bezeichnen Optimisten, die Aktien kaufen, als „bullish“. Dagegen symbolisiert der Bär fallende Preise. Liegen die Börsenwerte breitflächig im Minus, ist von einem „Bärenmarkt“ die Rede. Anleger, die auf fallende Preise setzen, werden dann als „bearish“ bezeichnet.

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