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Brexit und eine starke EU

27. Nov 2017

Brexit und eine starke EU

v.l.n.r.: Erik Müller, Dr. Ulrich Kater, Prof. Dr. Rainer Haselmann, Dr. Alexandra Hachmeister, Paul Maeser, Dr. Peter Ptassek

Am Abend des 22. November 2017 fand in der Frankfurter Wertpapierbörse am Börsenplatz eine Veranstaltung aus der Reihe „Börse im Gespräch“ statt. Eingeladen hatte der Generalbevollmächtigte der Deutschen Börse, Matthias Fritton, zur öffentlichen Diskussion über das Thema „Brexit und eine starke EU“. Sie widmete sich vor allem der deutschen Sicht auf den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs.

Peter Ptassek, Leiter des Arbeitsstabs Brexit und stellvertretender Leiter der Europaabteilung im Auswärtigen Amt, skizzierte in seinem Einführungsvortrag die offizielle Position der Bundesregierung im Rahmen der von EU-Chefunterhändler Michel Barnier geführten Brexit-Verhandlungen vor rund 100 Gästen, vornehmlich aus der Finanzindustrie, Politik, Aufsicht, Verbänden und Wissenschaft.

In der anschließenden Podiumsrunde, moderiert durch Rainer Haselmann, Goethe-Universität Frankfurt, diskutierten Peter Ptassek, Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, Paul Maeser, Senior Manager des Bundesverband der deutschen Industrie, Alexandra Hachmeister, Chief Regulatory Officer der Deutsche Börse AG, und Erik Müller, Vorstandsvorsitzender der Eurex Clearing AG.

Sie stimmten überein, dass der Brexit für alle Akteure aufgrund der Komplexität der zu klärenden Themen und der herrschenden Unsicherheiten eine große Herausforderung darstellt. Alle teilten die Einschätzung, dass die Zeit knapp werde und Abwarten keine Option sei. Das Motto „hope for the best and prepare for the worst“ wurde mehrfach zitiert.

Der Finanzstandort Frankfurt wurde, auch im Hinblick auf die Gewährleistung von Stabilität, insgesamt als sehr gut aufgestellt angesehen. Die Experten ermöglichten dem Publikum interessante Einblicke in die Auswirkungen des Brexit aus Sicht der Politik, Industrieunternehmen, Banken, Vermögensverwalter, Wissenschaft sowie der Börse als Finanzmarktinfrastrukturanbieter. Die abschließende Fragerunde mit dem Publikum war sehr lebhaft. Um einen offenen Austausch zu ermöglichen, fand die Veranstaltung unter Ausschluss der Presse und unter Anwendung der Chatham-House-Regeln statt; dies bedeutet, dass die im Raum vorgetragenen Positionen von den Anwesenden nur ohne Nennung des Absenders nach außen getragen werden dürfen.

Im Februar 2018 wird eine weitere Veranstaltung aus dieser Reihe folgen, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen und dabei die europäische Perspektive in den Mittelpunkt stellen wird.

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