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MiFID II kommt! – Teil 3: Sicherungsmechanismen

06. Nov 2017

MiFID II kommt! – Teil 3: SicherungsmechanismenBestens vorbereitet mit der Gruppe Deutsche Börse

Die Voraussetzungen an den europäischen Finanzmärkten ändern sich grundlegend. Die Regulierung nimmt zu. Für Marktteilnehmer bedeutet das verschärfte Transparenz- und Berichtspflichten für fast alle Arten von Transaktionen. Sowohl im Vor- als auch im Nachhandel sind eine Vielzahl neuer Auflagen zu erfüllen. Die Vorbereitungen laufen deshalb vielerorts auf Hochtouren, denn der nächste Stichtag steht bereits vor der Tür: Am 3. Januar 2018 werden die überarbeitete Richtlinie Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II) und die begleitende Verordnung Markets in Financial Instruments Regulation (MiFIR) in geltendes Recht umgesetzt. Durch MiFID II und MiFIR werden die bisher geltenden Berichts- und Transparenzpflichten auf nahezu alle Finanzinstrumente erweitert. Verschärfte Sicherungsmechanismen betreffen dabei alle Wertpapierfirmen: eine große Herausforderung für unsere Marktteilnehmer.

Zur Stärkung der Integrität und Stabilität der Finanzmärkte sehen MiFID II/MiFIR diverse neue oder ausgeweitete Sicherungsmechanismen vor, so gelten z. B. ab dem 3. Januar Positionslimite für alle Rohstoffderivatekontrakte, d. h. Positionen müssen gemeldet und Obergrenzen eingehalten werden. An der EEX, der Energiebörse der Gruppe Deutsche Börse, werden Kunden deshalb durch ein Frühwarnsystem auf Limitüberschreitungen aufmerksam gemacht.

Die neue Regulierung bringt außerdem ausgeweitete Auflagen zum sog. Order-to-Trade Ratio (OTR) mit sich. Das OTR bedeutet, dass das Verhältnis zwischen der Anzahl an Orders, die ein Marktteilnehmer für ein bestimmtes Instrument in das System eingibt, und der Anzahl an tatsächlich abgeschlossenen Geschäften einen bestimmten Wert nicht übersteigen darf. So wird verhindert, dass Handelsteilnehmer exzessiv Aufträge einstellen, die die ordentliche Preisbildung beeinträchtigen und die Systemlast erhöhen. Bei der Gruppe Deutsche Börse helfen mehrere untertägige Reports Handelsteilnehmern dabei, Überschreitungen der Limite zu vermeiden.

Darüber hinaus führt MiFID II/MiFIR zusätzliche Kontrollmechanismen ein. Für den Derivatemarkt wird über das T7® Release 6.0 der vom Regulator geforderte Maximum Order Value Check neu implementiert; am Kassamarkt kommt der Maximum Order Quantity Check neu hinzu. Beide stellen sicher, dass Orders mit extremen Werten gestoppt werden.  Die meisten anderen Kontrollfunktionen, z. B. Price Collar Checks, werden bereits jetzt von den jeweiligen Handelssystemen übernommen. Diese Vorgaben fügen sich in die bestehende integrierte Sicherheitsarchitektur der Gruppe Deutsche Börse ein, die das ordnungsgemäße Funktionieren des Handels entlang der gesamten Transaktionskette gewährleistet.

Kurzum: Mit der Deutschen Börse sind Sie bestens auf MiFID II und MiFIR vorbereitet.

Sie haben noch Fragen? Sprechen Sie uns gerne an! Unten finden Sie Links zu weiterführendem Informationsmaterial maßgeschneidert auf Ihr Fachgebiet sowie die entsprechenden Kontaktdaten.

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