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Unsicherheit auch nach den Neuwahlen in Großbritannien

12. Jun 2017

Unsicherheit auch nach den Neuwahlen in Großbritannien

Alexandra Hachmeister, Chief Regulatory Officer
Die britischen Neuwahlen am 8. Juni 2017 endeten in einem sogenannten „hung Parliament“, welches bedeutet, dass keine Partei die absolute Mehrheit erreicht hat. Die Parteien können nun eine Minderheitsregierung, eine formelle Zwischenparteienvereinbarung oder eine Koalition bilden. Sollte eine Regierungsbildung nicht möglich sein, müsste eine weitere Neuwahl stattfinden.

Auf Grund der Unsicherheit, wer die neue britische Regierung stellen wird und wie sich diese grundsätzlich zu Brexit positioniert, könnte sich der für den 19. Juni 2017 erwartete Beginn der Verhandlungen erneut verschieben. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Frist von zwei Jahren, die durch Großbritannien mit der Notifizierung gemäß Artikel 50 ausgelöst wurde und am 29. März 2019 endet.

„Mit dem Beginn der Verhandlungen über den Brexit betreten wir unbekanntes Terrain. Die kommenden Monate werden von Unsicherheit über die finalen Vereinbarungen zwischen der EU und Großbritannien geprägt sein. In diesen Zeiten werden Finanzinfrastrukturanbieter wie die Gruppe Deutsche Börse eine wichtige Rolle spielen: Sie bieten funktionierende und stabile Handels- und Nachhandelssysteme und stehen ihren Kunden bei der Anpassung an das neue Umfeld unterstützend zur Seite“, so Alexandra Hachmeister, Chief Regulatory Officer bei der Deutschen Börse.

Während die Gespräche laufen, wird in Großbritannien weiterhin EU-Recht gelten. Nichtsdestotrotz wird die Unsicherheit unter den Marktteilnehmern bestehen bleiben, bis die Bedingungen für den Austritt Großbritanniens aus der EU stehen.
 
Die Gruppe Deutsche Börse beobachtet und analysiert den Brexit-Prozess genau. Wir suchen gezielt das Gespräch mit unseren Kunden über die Auswirkungen des Brexit und beteiligen uns an Diskussionen mit Branchenverbänden. Unser vorrangiges Interesse besteht darin, sicherzustellen, dass unsere Kunden in Großbritannien weiterhin Zugang zu unserer Infrastruktur haben. Daher setzen wir alles daran, unseren Zugang zum britischen Markt auch nach dem Brexit aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Kunden, die ihr Geschäft in die EU verlagern wollen, bei ihrem Vorhaben zu unterstützen.

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