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Wird 2018 wieder ein Fintech-Jahr?

14. Feb 2018

Wird 2018 wieder ein Fintech-Jahr?Teil 1: künstliche Intelligenz – jetzt noch klüger

Welche Innovationen erwarten uns? Welche Konzepte werden Realität und welche Entwicklungen sollte man 2018 im Auge behalten? Generell kann man sagen, dass sich auch im kommenden Jahr alles um künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI), das Internet der Dinge, Blockchain, Cloud Computing und IT-Sicherheit drehen wird. In einer Serie von Artikeln beleuchten wir die Fintech-Trends des kommenden Jahres. In Teil 1 erklären wir, warum Artificial Intelligence in vielen Bereichen noch klüger und vor allem praktikabler wird.

Mit Alexa, Siri und Co. hat Artificial Intelligence Einzug in unseren Alltag gehalten und Fachleute sagen voraus, dass sich die Technologie 2018 noch stärker etablieren wird. Dem sog. Deep Learning werde dabei eine Schlüsselrolle zukommen. AI-Systeme werden schneller lernen, Vorschläge machen und Prozesse automatisieren, indem sie Strukturen und Muster in Geschäftsabläufen erkennen und analysieren.

Maßgeschneiderte Kundenanwendungen

Banken könnten ihren Kunden z. B. Finanzdienstleistungen anbieten, die exakt auf deren Investmentportfolio und Risikoverhalten maßgeschneidert sind. Auch die Datenflut in den Finanzunternehmen soll damit langfristig eingedämmt werden. Man wird lernen, Big Data neu zu interpretieren und fortschrittliche Machine Learning-Technologien zu nutzen, um immer bessere Entscheidungen mit immer weniger Daten zu treffen. Die Hauptaufgabe der AI wird längerfristig darin bestehen, ihre menschlichen Partner bei hochkomplexen Entscheidungen zu unterstützen und damit das Kundenerlebnis weiter zu verbessern.

Fintech ist der Name, den die Finanzindustrie allen Technologien verliehen hat, die den Markt für Finanzdienstleistungen betreffen oder antreiben. Aus diesem ziemlich breiten Ansatz haben sich zwei Subkategorien entwickelt: Regtech und neuerdings auch Wealthtech.

 

Mit AI-Technologien zu autonomen Netzwerken

Stellen Sie sich ein Datennetzwerk vor, das Fehler automatisch erkennt und diagnostiziert, Datenströme selbstständig umleitet, um Ausfälle zu vermeiden und automatische Berichte für seine menschlichen „Kollegen“ erstellt. Oder wie wäre es mit autonomen Datenbanken, die IT-Ressourcen für hochrangigere Aufgaben freisetzen und gleichzeitig die Verfügbarkeit und Sicherheit der Netzwerke in Unternehmen verbessern? Dies wird möglich durch Funktionen wie „Automated Patching“: einer automatischen Fehlerbehebung, die Updates in Echtzeit liefert.

Regtech umfasst alle Technologien, die bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen unterstützen – von der internen Compliance bis zur EU-Regulierung. Wealthtech bezeichnet Technologien, die im Zusammenhang mit Vermögensmanagement zum Einsatz kommen, wie Robo Advisors, selbstgesteuerte Planungstools und Backoffice-Technologien.

AI und Machine Learning für mehr Sicherheit

Für 2018 erwartet man allgemein einen verstärkten Einsatz von AI für die Abwehr von Cyberangriffen. Möglich wird dies durch den verstärkten Einsatz von sog. Autonomous Response Technology, also von Systemen, die selbsttätig reagieren. Sie sind in der Lage, präzise, gezielte Aktionen durchzuführen, mit denen Cyberattacken neutralisiert werden können. Das bedeutet letztlich, dass Maschinen mit Maschinen kämpfen und die stärksten Algorithmen gewinnen. AI und Machine Learning haben bereits heute die Leistungsfähigkeit von Sicherheitsanalysen wesentlich erhöht. Für die Zukunft rechnet man mit noch besseren Sicherheitsprodukten und Serviceangeboten, die auf maschinellem Lernen basieren.

Warnende Stimmen weisen allerdings auch darauf hin, dass die oben beschriebene Möglichkeit natürlich auch von Cyberkriminellen genutzt werden kann und wird, um noch raffiniertere Angriffe zu starten.

Quellen: eGov innovation, IDC International Data Corporation, Hitachi Vantara, Oracle NetSuite, Genesys, Ciena, Dell,  Alibaba Technology Development, Darktrace, Hillstone Networks, Symantec

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