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CSD-R

Regulierung für Wertpapierzentralverwahrer (CSD-R - Central Securities Depository Regulation)

Ein Wertpapierzentralverwahrer (Central Securities Depository, CSD) ist eine Nachhandelsinfra-struktur, die eine zentrale Stelle für die Verwahrung von Finanzinstrumenten, zum Beispiel Aktien und Anleihen, bietet. CSDs ermöglichen die Bearbeitung und Abwicklung von Wertpapiertransak-tionen durch Buchungseinträge, bieten Depotverwaltungsdienstleistungen an (z. B. die Verwaltung von Kapitalmaßnahmen und Rücknahmen) und spielen eine aktive Rolle bei der Gewährleistung der Integrität von Wertpapieremissionen.

Angesichts des Mangels an harmonisierten Regeln für CSDs auf europäischer Ebene (CSDs sind bereits stark regulierte Instanzen auf nationaler Ebene) und der Tatsache, dass Handelsplattformen bereits durch MiFID bzw. zukünftig auch MiFIR und CCPs über EMIR reguliert werden, erarbeite-te die Europäische Kommission einen Rechtsrahmen für CSDs- die so genannte CSD-R.

Am 7. März 2012 veröffentlichte die Europäische Kommission ihren Legislativvorschlag (CSD-R) gegenüber dem Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament, um das europäische Abwick-lungsumfeld zu reformieren und neue harmonisierte Regeln für CSDs zu entwerfen. Die vorge-schlagene Verordnung betrifft a) die Abwicklungsdisziplin und Sanktionen für den gesamten Markt, und b) Maßnahmen zur Harmonisierung und Verbesserung der CSD-Dienstleistungen in der EU. Die CSD-R wurde am 28. August 2014 im Offiziellen Journal veröffentlicht und gilt seit dem 17. September 2014.

Die Gruppe Deutsche Börse unterstützt die Harmonisierung der Wertpapierabwicklungssysteme und Aufsichtsregeln für CSDs in Europa, um die Marktsicherheit zu verbessern und um einheitliche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.