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Prognosebericht – Entwicklung der Rahmenbedingungen

Für den Prognosezeitraum rechnet die Gruppe Deutsche Börse weltweit mit einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Auch erwartet das Unternehmen, dass die Unsicherheit hinsichtlich der Bonität und Liquidität einzelner Länder in der Eurozone weiter die Kapitalmärkte beeinflussen wird. Auf dieser Basis rechnet die Gruppe kurzfristig nicht mit einer wesentlichen Verbesserung des Vertrauens der Kapitalmarktteilnehmer. Hinsichtlich der Zinsentwicklung erwartet der Konzern noch keine grundsätzliche Abkehr der Zentralbanken in Europa und den USA von der vorherrschenden Niedrigzinspolitik.

Bei der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2013 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in einer im Januar 2013 veröffentlichten Prognose von einem Rückgang von rund –0,2 Prozent für die Eurozone und von einem Wachstum von rund 0,6 Prozent für Deutschland aus. Die Differenz zwischen der Eurozone und Deutschland resultiert aus einer erneuten Kontraktion in Ländern wie Italien und Spanien. Für Großbritannien und die USA liegen die Erwartungen über denen für die Eurozone. Für Großbritannien wird 2013 mit einem Wachstum der Wirtschaft von rund 1,0 Prozent und für die USA von rund 2,0 Prozent gerechnet. Das mit Abstand größte Wirtschaftswachstum 2013 – rund 7 bis 8 Prozent – wird weiterhin in Erwartung der hohen Binnennachfrage für die asiatischen Länder, insbesondere China, prognostiziert. Als Folge der sehr unterschiedlichen Schätzungen für die verschiedenen Wirtschaftsräume wird für das Jahr 2013 ein weltweites Wirtschaftswachstum von rund 3,5 Prozent prognostiziert.

Um den Finanzsektor zu stabilisieren und künftig Finanzkrisen in dem erlebten Ausmaß zu verhindern, streben Regierungen und Zentralbanken derzeit eine stärkere Regulierung des Finanzmarktes an. Das Spektrum der geplanten und zum Teil bereits angestoßenen Maßnahmen reicht von der Überarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Bankgeschäfte und Eigenkapitalanforderungen bis hin zur Verbesserung der Finanzmarktaufsicht (für Details siehe Abschnitt „Regulatorisches Umfeld“ dieses Prognoseberichts). Für die Kunden der Gruppe Deutsche Börse sind die Auswirkungen dieser weit reichenden regulatorischen Reformvorhaben auf Marktstruktur und Geschäftsmodell derzeit noch nicht genau abschätzbar. Für den Prognosezeitraum rechnet die Deutsche Börse damit, dass sich diese Unsicherheit weiterhin dämpfend auf die Geschäftsaktivität der Marktteilnehmer auswirken wird. Für die Gruppe selbst haben die verschiedenen Regulierungsvorhaben sowohl positive als auch negative Auswirkungen. In Summe sieht das Unternehmen das sich verändernde regulatorische Umfeld jedoch als Chance, sein Geschäft weiter auszubauen.

Die Gruppe Deutsche Börse hat 2012 drei Stoßrichtungen ihrer Wachstumsstrategie bekannt gegeben (siehe Abschnitt „Ziele und Strategie der Gruppe Deutsche Börse“ dieses zusammengefassten Lageberichts), die sie im Rahmen ihres integrierten Geschäftsmodells mit den Schwerpunkten Handel, Clearing, Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren und Derivaten auch im Berichtszeitraum verfolgen wird. Auf Basis dieses erfolgreichen Geschäftsmodells, das die gesamte Prozesskette für Finanzmarkttransaktionen und die wichtigsten Anlageklassen abdeckt, wird die Deutsche Börse weiterhin die Trends an den Finanzmärkten weltweit beobachten und diese für die Weiterentwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen nutzen. Das vorrangige strategische Ziel der Gruppe dabei ist, alle Kunden mit hervorragenden Leistungen zu bedienen. Mit ihren skalierbaren elektronischen Plattformen sieht sich die Deutsche Börse auch im Wettbewerb mit anderen Anbietern von Handels- und Abwicklungsservices weiterhin sehr gut positioniert.

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