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Bericht des Aufsichtsrats

Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit
Arbeit der Ausschüsse
Corporate Governance und Entsprechenserklärung [CR]
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Personalia
Umgang mit Interessenkonflikten in Einzelfällen

Der Aufsichtsrat befasste sich im Berichtsjahr intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens und nahm dabei die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr: Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Wir waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder den Geschäftsordnungen geboten war, haben wir nach gründlicher Prüfung Beschluss gefasst.

Insgesamt haben wir acht Sitzungen abgehalten, davon eine außerordentliche und eine konstituierende Sitzung. Zusätzlich gab es zwei Vorbereitungsworkshops und zwei Strategieworkshops. In den Strategieworkshops, die im April und November 2012 stattfanden, haben wir uns intensiv mit den Wachstumsstrategien der Gruppe Deutsche Börse beschäftigt. Die beiden Vorbereitungsworkshops vor der Bilanzsitzung am 19. März und der Budgetsitzung am 10. Dezember 2012 dienten der detaillierten Vorbesprechung der Tagesordnungspunkte dieser Sitzungen.

In unseren Sitzungen unterrichtete uns der Vorstand ausführlich, zeitnah sowie entsprechend den gesetzlichen Vorgaben – sowohl schriftlich als auch mündlich – über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements) sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens. Wir erörterten sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Berichte des Vorstands im Plenum und in den Aufsichtsratsausschüssen. Durch die hohe zeitliche Frequenz sowohl der Plenums- als auch der Ausschusssitzungen fand ein intensiver Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand statt. Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen wurde zu Einzelfragen in schriftlicher Form vom Vorstand berichtet und wurden einzelne Themen in Gesprächen erörtert. Der Vorstandsvorsitzende hat den Aufsichtsratsvorsitzenden darüber hinaus fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle, anstehende Entscheidungen sowie langfristige Perspektiven und Überlegungen zu sich möglicherweise anbahnenden Entwicklungen informiert und diese mit ihm erörtert. Mit einer Ausnahme haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen, die während ihrer jeweiligen Mandatsdauer im Jahr 2012 stattfanden, teilgenommen. Herr Lamberti, dessen Mandat mit Ablauf der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 endete, war bei mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen, die während seiner Mandatsdauer im Jahr 2012 abgehalten wurden, verhindert. Die durchschnittliche Teilnahmequote im Berichtszeitraum lag bei 91,5 Prozent.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat alle nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnungen zustimmungspflichtigen Maßnahmen vorgelegt und der Aufsichtsrat hat diesen Maßnahmen zugestimmt. Auch im Übrigen hat sich der Aufsichtsrat von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit des Handelns des Vorstands überzeugt.

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Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit

In den Aufsichtsratssitzungen ließen wir uns vom Vorstandsvorsitzenden im Rahmen des CEO-Berichts, vom Finanzvorstand im Rahmen des CFO-Berichts sowie von den für die einzelnen Geschäftsbereiche zuständigen Vorstandsmitgliedern kontinuierlich über aktuelle Entwicklungen und Initiativen informieren. Dabei wurden sowohl für das Unternehmen relevante Projekte als auch Marktentwicklungen und regulatorische Veränderungen erörtert. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit im Aufsichtsrat lag 2012 auf der strategischen Lagebeurteilung und Ausrichtung der Gruppe Deutsche Börse nach der Untersagung des geplanten Zusammenschlusses mit der NYSE Euronext Inc. durch die Europäische Kommission. Der Aufsichtsrat hat sich wiederholt intensiv sowohl mit den Wachstumsstrategien der einzelnen Geschäftsbereiche als auch mit bereichsübergreifenden Wachstumsstrategien beschäftigt. Darüber hinaus haben wir ein besonderes Augenmerk auf die regulatorischen Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene gelegt sowie mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell erörtert: Insbesondere diskutierten wir die European Market Infrastructure Regulation (EMIR), die Überarbeitung der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II/MiFIR), die Regulierung von Zentralverwahrern, die Kapitaladäquanzrichtlinie (CRD IV) sowie die Finanztransaktionssteuer und die Regulierung des Hochfrequenzhandels auf nationaler Ebene.

Regelmäßig wurden wir über die Entwicklung des Aktienkurses der Deutsche Börse AG – auch im Vergleich zu ihren Wettbewerbern – informiert. Ferner berichtete uns der Vorstand über die Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage der Deutsche Börse AG, deren Beteiligungsgesellschaften sowie der Gruppe Deutsche Börse insgesamt.

In den Sitzungen des Aufsichtsrats standen im Berichtszeitraum folgende Themen im Vordergrund:

In unserer ersten ordentlichen Sitzung im Berichtszeitraum, die am 13. Februar 2012 stattfand, befassten wir uns intensiv mit der Untersagung des geplanten Zusammenschlusses mit der NYSE Euronext Inc. durch die EU-Kommission und mit der strategischen Lagebeurteilung und künftigen Ausrichtung der Gruppe Deutsche Börse. Des Weiteren behandelte der Aufsichtsrat das vorläufige Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 sowie den Dividendenvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011. Zudem beschloss er nach eingehender Erörterung die Höhe der variablen Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011. Der Aufsichtsrat verabschiedete ferner die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Handelsgesetzbuch (HGB) sowie den Corporate Governance-Bericht einschließlich des Vergütungsberichts für 2011.

In der Sitzung am 19. März 2012 befassten wir uns in Anwesenheit des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft und dem Konzernabschluss 2011 sowie den entsprechenden Lageberichten. Der Jahres- und der Konzernabschluss 2011 wurden gebilligt. Damit folgten wir den Empfehlungen des Finanz- und Prüfungsausschusses, der die Unterlagen bereits zuvor einer intensiven Prüfung unterzogen hatte. Ferner stimmten wir einer überarbeiteten Version des Budgets für das Geschäftsjahr 2012 zu und legten darüber hinaus die Vergütungsstruktur und Vergütungshöhe 2012 sowie die Zielkriterien für die Bartantieme 2012 des Vorstands der Deutsche Börse AG fest. Außerdem stimmten wir der Erhebung einer Klage gegen die Entscheidung der EU-Kommission wegen Untersagung des Zusammenschlussvorhabens mit der NYSE Euronext Inc. zu. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren der Wahlvorschlag an die Hauptversammlung zur Neuwahl des Aufsichtsrats, der Kandidatenvorschlag für den Aufsichtsratsvorsitz, der Vorschlag an die Hauptversammlung zur Änderung der Aufsichtsratsvergütung sowie die Verabschiedung der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2012 insgesamt. Außerdem wurde über den Bericht des Aufsichtsrats für 2011 Beschluss gefasst.

In der außerordentlichen Sitzung am 23. April 2012 befassten wir uns mit aktuellen Entwicklungen zur paneuropäischen Abwicklungsplattform TARGET2-Securities und deren Auswirkungen auf das Geschäft des Nachhandelssegment Clearstream.

Unmittelbar vor der Hauptversammlung informierte uns der Vorstand in der Sitzung am 16. Mai 2012 über die bevorstehende Hauptversammlung. Außerdem präsentierte der Vorstand einen Statusbericht zu aktuellen Entwicklungen.

Im direkten Anschluss an die Hauptversammlung fand ebenfalls am 16. Mai 2012 die konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats statt. Dabei wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Joachim Faber zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herrn Gerhard Roggemann erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden. Des Weiteren wählte der Aufsichtsrat die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats sowie deren Vorsitzende, soweit erforderlich.

In der Sitzung am 11. Juni 2012 befassten wir uns insbesondere mit bereichsübergreifenden Wachstumsstrategien der Gruppe Deutsche Börse, der Patronatserklärung der Deutsche Börse AG für die Eurex Clearing AG nach dem vollständigen Erwerb aller Anteile an der Eurex Zürich AG von der SIX Group AG und der SIX Swiss Exchange AG sowie der Verlängerung des Beratervertrags zwischen der Deutsche Börse AG und der Richard Berliand Limited um ein Jahr.

Auch in der ordentlichen Sitzung am 18. September 2012 beschäftigten wir uns mit der Strategie der Gruppe Deutsche Börse unter Berücksichtigung der regulatorischen Entwicklungen. Weitere wesentliche Themen waren die Bestellung von Frau Hauke Stars zum Mitglied des Vorstands der Deutsche Börse AG und die Wiederbestellung von Herrn Dr. Reto Francioni als Vorstandsvorsitzender. Darüber hinaus stimmten wir der Begebung von Vorzugsschuldverschreibungen (Senior Bonds) durch die Deutsche Börse AG zu und verabschiedeten eine Richtlinie für den Abschluss von Beraterverträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern.

Wir beschäftigten uns auch in der Sitzung am 10. Dezember 2012 mit der Unternehmensstrategie, insbesondere mit den Chancen, die sich aus regulatorischen Änderungen ergeben können. Weiterhin erörterte der Aufsichtsrat die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und verabschiedete das Budget 2013 sowie die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz (AktG) für das Berichtsjahr; schließlich erörterten wir die Ergebnisse der jährlichen Effizienzprüfung. Darüber hinaus verabschiedeten wir eine neue flexible Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, die wirksam werden wird, sobald die aktuelle, ebenfalls flexible Altersgrenze aufgehoben ist.

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Arbeit der Ausschüsse

Die insgesamt sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats haben primär die Aufgabe, Entscheidungen und Themen für das Plenum vorzubereiten. Soweit gesetzlich zulässig, sind auch einzelne Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. In den Aufsichtsratssitzungen berichteten die Ausschussvorsitzenden jeweils ausführlich über die Ausschussarbeit. Die personelle Zusammensetzung und die genaue Arbeitsweise der einzelnen Ausschüsse kann der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB entnommen werden.

Der Aufsichtsratsvorsitzende führt den Vorsitz im Personalausschuss, im Nominierungsausschuss sowie im Ausschuss für Strategieangelegenheiten. Im Berichtsjahr ist der Personalausschuss fünf Mal zusammengetreten. Zu Beginn des Jahres 2012 hat der Personalausschuss ausführlich die Höhe der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Jahr 2011 sowie die Struktur und Höhe der Zielvergütung für das Jahr 2012 diskutiert und eine entsprechende Empfehlung an das Plenum beschlossen. Ferner erörterte der Ausschuss den Vergütungsbericht 2011. In späteren Sitzungen beschäftigte sich der Personalausschuss mit der Angemessenheit der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands und erarbeitete einen Vorschlag an das Plenum und die Hauptversammlung bezüglich der Änderung der Aufsichtsratsvergütung. Darüber hinaus sprach der Personalausschuss eine Empfehlung an den Aufsichtsrat zur Besetzung des für das Segment Information Technology und das Marktdatengeschäft (Market Data Division) verantwortlichen Vorstandsmitglieds aus. Des Weiteren verabschiedete der Ausschuss die individuellen Ziele der Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2013 und beschäftigte sich mit der Überprüfung der Vorstandsvergütung, den Regelungen zur flexiblen Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und der Nachfolgeregelung im oberen und mittleren Management der Gruppe Deutsche Börse.

Der Ausschuss für Strategieangelegenheiten trat im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen. In seiner ersten Sitzung erörterte der Ausschuss das Fusionskontrollverfahren der EU-Kommission im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit der NYSE Euronext Inc. In den folgenden Sitzungen befasste sich der Ausschuss intensiv mit der Geschäftsentwicklung und den strategischen Handlungsoptionen auf Gruppenebene sowie der mittelfristigen Strategieplanung unter Berücksichtigung der regulatorischen Entwicklungen.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss trat im Berichtszeitraum zu sechs Sitzungen und einer Telefonkonferenz zusammen. In Gegenwart des Abschlussprüfers erörterte er zu Beginn des Jahres 2012 den Jahres- und Konzernabschluss einschließlich der entsprechenden Lageberichte und den Prüfbericht für das Geschäftsjahr 2011. Der Finanz- und Prüfungsausschuss bereitete zudem den Beschluss des Aufsichtsrats zum Corporate Governance-Bericht 2011 einschließlich des Vergütungsberichts sowie zur Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB vor und diskutierte die Dividende für das Geschäftsjahr 2011. Des Weiteren beschäftigte er sich mit den Zwischenberichten für das erste und dritte Quartal 2012 sowie dem Halbjahresfinanzbericht für das erste Halbjahr 2012. Er holte die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers ein, bereitete den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung im Mai 2012 zur Wahl des Abschlussprüfers vor und vereinbarte das Honorar für den Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer unterstützte den Finanz- und Prüfungsausschuss bei allen wesentlichen Fragen der Rechnungslegung und der regelmäßigen Überwachungstätigkeit. Bedeutende Themen waren zudem die Berichte zum Risikomanagement und zur Compliance der Gruppe Deutsche Börse, die Berichte über das interne Kontrollsystem und der Revisionsbericht. Die Mitglieder des Ausschusses haben sich über diese Themen einschließlich der angewandten Methoden und Systeme sowie deren Effizienz und Angemessenheit über den gesamten Berichtszeitraum hinweg unterrichten lassen und diese eingehend erörtert. Darüber hinaus wurde die Patronatserklärung der Deutsche Börse AG für die Eurex Clearing AG diskutiert. Der Ausschuss beschäftigte sich des Weiteren mit der Begebung von Vorzugsschuldverschreibungen (Senior Bonds) durch die Deutsche Börse AG. Ferner wurden die Prüfungsschwerpunkte für 2012 festgelegt und die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats für das Jahr 2012 diskutiert. In seiner letzten Sitzung im Berichtszeitraum beschäftigte sich der Ausschuss mit dem Budget für das Jahr 2013, dem Bericht über das interne Auditing-System und der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie der Risikoallokation.

Der Ausschuss für Technologiefragen trat im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen. Er befasste sich mit der Weiterentwicklung der Handelssysteme für Xetra und Eurex sowie der Clearstream-Systeme. Zudem erörterte der Ausschuss intensiv die Entwicklung neuer Handelssysteme für den Kassa- und Derivatemarkt sowie für Verrechnung (Clearing) und Abwicklung (Settlement). Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit modernen Konzepten zur Nutzung von Synergieeffekten bei der Softwareentwicklung. In der letzten Sitzung des Berichtsjahres wurde das IT-Budget 2013 der Gruppe Deutsche Börse detailliert erörtert.

Der Ausschuss für Fragen von Clearing und Settlement, der im Berichtsjahr zwei Sitzungen abhielt, erörterte Initiativen im Bereich der Wertpapierabwicklung der Gruppe Deutsche Börse. Insbesondere befasste sich der Ausschuss mit dem Global Liquidity Hub, einer Plattform für das Liquiditäts- und Risikomanagement, TARGET2-Securities sowie Nachhandelsdienstleistungen für außerbörsliche Märkte. Der Ausschuss beschäftigte sich darüber hinaus intensiv mit aktuellen regulatorischen Entwicklungen wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR).

Der Nominierungsausschuss bereitete die Neuwahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung 2012 vor und erstellte den entsprechenden Kandidatenvorschlag. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder des Aufsichtsrats im Zusammensetzungsprofil aufzunehmen und bereitete eine entsprechende Empfehlung für den Aufsichtsrat vor. Der Ausschuss trat im Berichtsjahr zu drei Sitzungen zusammen.

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Corporate Governance und Entsprechenserklärung [CR]

Die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie deren Umsetzung wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrats und des Finanz- und Prüfungsausschusses diskutiert. Die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde entsprechend der Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses vom Aufsichtsrat verabschiedet. Sie ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.deutsche-boerse.com/entsprerklaerung öffentlich zugänglich. Weitere Ausführungen zur Corporate Governance in der Gruppe Deutsche Börse sind dem von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam verabschiedeten Corporate Governance-Bericht sowie der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen.

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Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Berlin (KPMG) hat den Jahresabschluss der Deutsche Börse AG, ihren Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2012 beendete Geschäftsjahr unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der verkürzte Abschluss und der Zwischenlagebericht als Teil des Halbjahresfinanzberichts für das erste Halbjahr 2012 wurden einer prüferischen Durchsicht durch KPMG unterzogen. Die Abschlussunterlagen und Berichte von KPMG wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht und Prüfung ausgehändigt. Der Abschlussprüfer hat sowohl an den entsprechenden Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des gesamten Aufsichtsrats teilgenommen. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung; insbesondere erläuterte er die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer berichtete außerdem, dass ihm keine Erkenntnisse über wesentliche Schwächen des Kontroll- und des Risikomanagementsystems – vor allem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess – und auch keine Erkenntnisse über wesentliche Schwächen in Bezug auf die Umsatzrealisierung oder die Bilanzierung von Steuern vorlagen. Des Weiteren blieb die Prüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) und der immateriellen Vermögenswerte, der Bewertung von Beteiligungen und der Aktivierung selbst erstellter Software ohne Beanstandung. Gleiches galt für die Prüfung hinsichtlich der Beachtung aller relevanten gesetzlichen Vorschriften und regulatorischen Anforderungen. KPMG informierte über die Leistungen, die zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht wurden. Umstände, die eine Befangenheit des Abschlussprüfers befürchten lassen, lagen nicht vor. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Berichte von KPMG intensiv mit dem Abschlussprüfer erörtert und einer eigenen sorgfältigen Prüfung unterzogen. Er ist zu der Überzeugung gelangt, dass die Berichte insbesondere den gesetzlichen Anforderungen aus §§ 317, 321 HGB genügen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet und ihm die Billigung von Jahresabschluss und Konzernabschluss empfohlen.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts 2012 hatten wir keine Einwendungen zu erheben und stimmten dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss in der Sitzung vom 13. März 2013 entsprechend der Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Deutsche Börse AG festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns hat der Finanz- und Prüfungsausschuss, insbesondere vor dem Hintergrund der Liquidität der Gesellschaft und ihrer Finanzplanung sowie der Berücksichtigung der Aktionärsinteressen eingehend mit dem Vorstand diskutiert. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat sich nach dieser Diskussion und eigener Prüfung für den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns ausgesprochen. Auch im Plenum des Aufsichtsrats haben wir uns nach eigener Prüfung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.

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Personalia

Im Berichtszeitraum haben sich im Aufsichtsrat folgende personelle Änderungen ergeben:

  • Die turnusgemäße Amtszeit des Aufsichtsrats endete mit Ablauf der Hauptversammlung am 16. Mai 2012. Bei den Anteilseignervertretern stellten sich die Herren Dr. Manfred Gentz, Dr. Konrad Hummler und Hermann-Josef Lamberti nicht erneut zur Wahl, sodass ihre Mandate als Aufsichtsratsmitglieder mit Ablauf der Hauptversammlung endeten. Die verbleibenden Vertreter der Anteilseigner wurden von der Hauptversammlung für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Frau Dr. Monica Mächler, Herr Karl-Heinz Floether und Herr Heinz-Joachim Neubürger wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt.
  • Von den Arbeitnehmervertretern schieden Frau Birgit Bokel sowie die Herren Herbert Bayer, Roland Prantl und Norfried Stumpf aus. Frau Irmtraud Busch, Frau Marion Fornoff, Frau Jutta Stuhlfauth und Herr Martin Ulrici wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt.
  • In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 16. Mai 2012 wurde Herr Dr. Joachim Faber zum Vorsitzenden und Herr Gerhard Roggemann erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.


Im Berichtszeitraum haben sich im Vorstand die folgenden personellen Änderungen ergeben und es wurden die folgenden Wiederbestellungen beschlossen:

  • Herr Gregor Pottmeyer wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Februar 2012 für eine Amtszeit von fünf Jahren wiederbestellt. Seine Amtszeit endet zum 30. September 2017.
  • Mit Beschluss vom 18. September 2012 haben wir die Bestellung Herrn Dr. Reto Francionis einvernehmlich mit sofortiger Wirkung aufgehoben und ihn ebenfalls mit sofortiger Wirkung für eine weitere Amtszeit, die zum 31. Oktober 2016 enden wird, wiederbestellt sowie ihn erneut zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.
  • Die Amtszeit Herrn Dr. Michael Kuhns endete zum 31. Dezember 2012. Seine Bestellung wurde im gegenseitigen Einvernehmen nicht erneuert.
  • Die Amtszeit Herrn Frank Gerstenschlägers wird zum 31. März 2013 auslaufen. Auch seine Bestellung wurde im gegenseitigen Einvernehmen nicht erneuert.
  • Mit Beschluss vom 18. September 2012 wurde Frau Hauke Stars erstmals zum Mitglied des Vorstands bestellt. Ihre Amtszeit begann am 1. Dezember 2012 und wird zum 30. November 2015 enden.

 

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Umgang mit Interessenkonflikten in Einzelfällen

Die internationale Rechtsanwaltskanzlei Mayer Brown LLP hat die Deutsche Börse AG im Geschäftsjahr 2011 bis zum ersten Quartal in 2012 im Rahmen des geplanten Zusammenschlusses mit NYSE Euronext beraten. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Friedrich Merz ist einer der Partner von Mayer Brown LLP. Herr Merz hat weder an der Diskussion über die Mandatierung von Mayer Brown LLP noch an der Beschlussfassung des Aufsichtsrats hierüber teilgenommen.

Nach Auslaufen des Beratervertrags vom 1. Mai 2011 hat die Richard Berliand Limited, deren Geschäftsführer das Aufsichtsratsmitglied Herr Richard Berliand ist, mit Wirkung zum 1. Juli 2012 einen neuen Beratervertrag mit der Deutsche Börse AG über die Erbringung von Beratungsleistungen betreffend der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen im Bereich des Derivatehandels und -clearings abgeschlossen. Wir haben der Verlängerung dieses Vertrags mit Wirkung zum 1. Juli 2012 zugestimmt. Herr Berliand war weder bei der Erörterung der Verlängerung des Beratervertrags im Aufsichtsrat anwesend, noch hat er an der Beschlussfassung über den Beratervertrag teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr eine Richtlinie zum Abschluss von Beraterverträgen mit Mitgliedern des Aufsichtsrats beschlossen. Diese Richtlinie legt die Rahmenbedingungen für den Abschluss von Beraterverträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern fest.

Wir danken den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für ihr langjähriges großes Engagement, mit dem sie wesentlich zur Weiterentwicklung und dem Erfolg der Deutsche Börse AG beigetragen haben. Unser besonderer Dank gilt auch den Herren Dr. Michael Kuhn und Frank Gerstenschläger für ihren langjährigen wertvollen Einsatz im Vorstand der Deutsche Börse AG. Darüber hinaus danken wir dem übrigen Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihr Engagement und die geleistete Arbeit für die strategische Neuausrichtung der Deutsche Börse AG.

Frankfurt am Main, den 13. Marz 2013
Für den Aufsichtsrat:

Dr. Joachim Faber
Vorsitzender des Aufsichtsrats

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