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Prognosebericht – Entwicklung der Finanzlage

Das Unternehmen erwartet, auch künftig einen deutlich positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zu generieren; er ist das primäre Finanzierungsinstrument der Gruppe Deutsche Börse. Hinsichtlich der Entwicklung der Liquidität rechnet die Gruppe mit zwei wesentlichen Einflussfaktoren. Zum einen plant das Unternehmen, im Prognosezeitraum auf Gruppenebene in einer Größenordnung von 150 Mio. € pro Jahr als Bestandteil des Cashflows aus Investitionstätigkeit in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu investieren. Die Investitionen sollen hauptsächlich der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Eurex und Clearstream dienen. Die Summe ergibt sich hauptsächlich aus Investitionen in Handelsinfrastruktur und Funktionalitäten im Bereich Risikomanagement. Zum anderen werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutsche Börse AG der Hauptversammlung im Mai 2013 vorschlagen, eine Dividende je Aktie in Höhe von 2,10 € zu zahlen. Dies würde einem Liquiditätsabfluss von 386,5 Mio. € entsprechen. Darüber hinaus werden zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts keine weiteren wesentlichen Einflussfaktoren auf die Liquidität der Gruppe erwartet. Aufgrund des positiven Cashflows, ausreichender Kreditlinien (für Details siehe Erläuterung 36 des Konzernanhangs) sowie ihrer flexiblen Steuerungs- und Planungssysteme erwartet die Gruppe wie schon in den Vorjahren keine Liquiditätsengpässe.

Im Rahmen des Programms zur Optimierung der Kapitalstruktur wird die Deutsche Börse flexibel auf ein sich änderndes Marktumfeld im Prognosezeitraum reagieren. Die generell angestrebte Dividendenausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des Konzern-Jahresüberschusses sowie Aktienrückkäufe stehen unter dem Vorbehalt von Anforderungen an die Kapitalstruktur, von Investitionsbedürfnissen sowie von generellen Liquiditätserwägungen.

Für 2013 rechnet das Unternehmen damit, einen Zinsdeckungsgrad von mindestens 16 zu erzielen – dieser ist das Ziel auf Gruppenebene. Diesen Zielwert zu erreichen, wäre auch bei einem Rückgang der Nettoerlöse möglich, da die Zinsaufwendungen für die Gruppe durch die 2012 begonnene Refinanzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten bereits 2013 reduziert werden können. Im Jahr 2014 wird dieser Effekt vollständig zum Tragen kommen, sodass die Gruppe einen Zinsdeckungsgrad von deutlich über 16 erwartet.

Auf Gruppenebene wird zudem ein Verhältnis der verzinslichen Bruttoschulden zum EBITDA von höchstens 1,5 angestrebt. Für 2013 rechnet die Gruppe in Abhängigkeit der möglichen Entwicklung der Nettoerlöse mit einer leichten Überschreitung des Verhältnisses von 1,5.

Die Muttergesellschaft Deutsche Börse AG plant im Prognosezeitraum Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von rund 50 Mio. €.

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