Early & Later Stage Unternehmen

Mit dem Deutsche Börse Venture Network richtet die Deutsche Börse AG ihre Expertise auf den vorbörslichen Bereich und ermöglicht auch hier einen effizienten Kapitalzugang für früh- und spätphasige Wachstums- und Technologierunternehmen. Mit über 200 Unternehmen und mehr als 440 Investoren bildet das Deutsche Börse Venture Network das führende Ökosystem für Wachstumsfinanzierung in Europa.

Die über 200 Jungunternehmen des im Jahr 2015 gegründeten Wachstumsnetzwerks erstrecken sich über eine Vielzahl an Sektoren und lassen sich in acht Bereiche zusammenfassen. Knapp 120 Unternehmen (60 Prozent) davon sind als Technologieunternehmen im engeren Sinne einzuordnen. Besonders hoch ist hierbei der Anteil in den Bereichen Financial Services, Industrial & Infrastructure sowie IT, Software & Data.

Das deutsche Startup Ökosystem bringt kontinuierlich Innovationen hervor. Einer der Treiber für Unternehmensgründungen, der deutsche Markt für Risikokapital, liegt im internationalen Vergleich noch zurück, entwickelt sich aber stark weiter. Dies spiegelt sich auch im stetigen Anstieg der Finanzierungsrunden mit Risikokapital, sowohl in der Anzahl der Deals als auch im Deal Volumen wider. Laut PitchBook, einem Anbieter privater Kapitalmarktdaten, stieg von 2010 bis 2018 die Anzahl der Finanzierungsrunden für Startups in Deutschland kontinuierlich von 294 Runden (2010), auf 1.181 Runden (2018), an. Zuletzt kam es in der Anzahl der Finanzierungsrunden zu einer Stagnation. Nach einem großen Sprung vom Jahr 2016 (967 Runden) zum Jahr 2017 (1.160), wuchs die Anzahl der Finanzierungsrunden im Jahr 2018 nur gering (1.181) und fiel zum Jahr 2019 bereits ab (1.177).

Während die Anzahl der Finanzierungsrunden in den letzten Jahren stagnierte, war andererseits ein starkes Wachstum im Deal Volumen zu beobachten. Das Volumen der Finanzierungsrunden ist vom Jahr 2010 mit 0,59 Mrd. € auf 5,13 Mrd. € im Jahr 2019 angestiegen, und auch in den letzten drei Jahren weiter stark gewachsen (Zuwachs von 2,0 Mrd. € vom Jahr 2017 bis 2019).

Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf das deutsche Startup Ökosystem sind im Jahr 2020 an der Anzahl der Deals zu sehen. Nur 514 Finanzierungsrunden fanden in den ersten neun Monaten dieses Jahr statt. Das Deal Volumen blieb indes gleich und überschritt in den ersten neun Monaten bereits die 5,0 Mrd. € Marke.

Quelle: PitchBook, Stand Oktober 2020

Nach einem starken Anstieg des Deal Volumens in den Sommermonaten Juni und Juli, stagnierte das Deal Volumen auf 0,27 Mrd. € (bei 35 Finanzierungsrunden) im August und verzeichnete im September einen erneuten Anstieg auf 0,39 Mrd. € (bei 32 Finanzierungsrunden).

Quelle: PitchBook, Stand Oktober 2020

Die meisten Finanzierungsrunden und das größte Finanzierungsvolumen floss dieses Jahr bisher in den Bereich Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) gefolgt vom Bereich Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen und Software-as-a-Service-Lösungen.

Quelle: PitchBook, Stand Oktober 2020

In den letzten Monaten stachen besonders zwei Transaktionen innerhalb des Deutsche Börse Venture Networks hervor: die Akquisition des DBVN-Mitglied fos4X durch PolyTech und die 150 Mio. € Finanzierungsrunde von auxmoney.

Das deutsche Unternehmen fos4X, ein in München ansässiger Innovator von faseroptischer Sensortechnologie und Datenanalyse wurde von PolyTech, einem Spezialisten für Rotorblatttechnologie, übernommen. Die von fos4X entwickelte Technologie nutzt datengesteuerte Ansätze wie maschinelles Lernen, um bestehende und neue Windkraftanlagen zu digitalisieren und zu optimieren.

Ziel der Partnerschaft ist es, als erfahrener und zuverlässiger Partner die Grenzen der Windenergieproduktion noch weiter zu verschieben und letztlich den weltweiten Umstieg auf erneuerbare Energie zu beschleunigen.

Der in Düsseldorf ansässige größte Kreditmarktplatz Kontinentaleuropas, auxmoney, erhält in einer neuen Finanzierungsrunde eine Eigenkapitalerhöhung von 150 Mio. €. Damit ist auxmoney gut positioniert seine Technologieführerschaft weiter auszubauen und sich bietende Marktchancen zu nutzen. Finanziert wird die Runde von der US-amerikanischen Investmentfirma Centerbridge, die auch andere führende digitale Plattformen wie die US-amerikanische Versicherungsgesellschaft GoHealth, die kürzlich ihren Börsengang an der Nasdaq abgeschlossen hat, erfolgreich unterstützt hat.

Das über die Plattform finanzierte Kreditvolumen hat sich in den vergangenen fünf Geschäftsjahren mehr als verzwanzigfacht. Das Wachstum des Unternehmens wird durch technologische Innovationen entlang der gesamten Kredit-Wertschöpfungskette sowie durch hoch entwickelte digitale Methoden in der Risikobewertung vorangetrieben.

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Datenquelle: Deutsche Börse AG                                                                               Stand: 30.09.2020

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