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Internationale Rolle des Euro

Die internationale Rolle des Euro

20 Jahre nach Einführung der Einheitswährung ist der Euro zur zweitwichtigsten Währung der Welt aufgestiegen. 2018 hat die Europäische Kommission eine Initiative gestartet, um die internationale Rolle des Euro kritisch zu beleuchten. Dies ist gerade vor dem Hintergrund der Zukunft der EU-27 nach dem Brexit, sowie den noch zu vervollständigenden Ansätzen zur Eurozone und der Kapitalmarktunion zu sehen.

Ziel

Die jüngsten Verschiebungen in den global politischen und wirtschaftlichen Machtverhältnissen haben die EU dazu veranlasst, Wege zur Förderung eines stärker diversifizierten und multipolaren Systems für mehrere globale Währungen zu finden. Dieses soll dem wirtschaftlichen und finanziellen Gewicht des Euroraums Rechnung tragen und eine höhere Widerstandsfähigkeit der internationalen Wirtschaft gegen Erschütterungen gewährleisten.

Die Europäische Kommission hat ein weitreichendes und umfangreiches Maßnahmenpaket vorgestellt, das das Vertrauen und die Attraktivität des Euro erhöhen soll. Das Paket umfasst folgende Aspekte:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion, der Bankenunion und der Kapitalmarktunion
  • Maßnahmen zur Stärkung eines vertieften europäischen Finanzsektors
  • Initiativen, die mit dem internationalen Finanzsektor verbunden sind
  • Förderung der Nutzung des Euro in zentralen strategischen Sektoren

Zeitplan

Am 5. Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Hin zu einer stärkeren internationalen Rolle des Euro“, in der die oben genannten Arbeitsschwerpunkte zur Stärkung des Vertrauens, der Nutzung und der Attraktivität des Euro auf internationaler Ebene ausgeführt werden. Im Januar 2019 begrüßten die Finanzminister der Eurozone den Ansatz der Europäischen Kommission.

Entlang der verschiedenen Arbeitsschwerpunkte hat die Europäische Kommission zwischen Januar und April 2019 mit einer Reihe von öffentlichen Konsultationen begonnen. Ziel dabei war es, eine breite Rückmeldung von unterschiedlichen Akteuren und Sektoren zu sammeln und so ein besseres Verständnis über die Mechanismen zu erlangen, die der Verwendung der einheitlichen Währung zugrunde liegen.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Konsultationsantworten erfolgte im Juni 2019 und bekräftigt die Notwendigkeit für koordiniertes Handeln, inklusive Überlegungen für nächste Schritte in spezifischen Sektoren. Es wird davon ausgegangen, dass die Initiative zur internationalen Rolle des Euro einen wichtigen Impuls für die Gesamtplanung der neuen Kommission und die regulatorischen Prioritäten der nächsten fünfjährigen Legislaturperiode liefern wird.

Internationale Rolle des Euro: Die hervorgehobenen Teile der Wertschöpfungskette sind betroffen

Konsultationen zur internationalen Rolle des Euro

Europe

Die Europäische Kommission hat mit einer Konsultationsreihe begonnen, um potenzielle Hindernisse und Anreize für die Stärkung der Rolle des Euro in bestimmten Finanzmarktsektoren zu ermitteln.

EU-Kommission: Veröffentlichung der Konsultationsergebnisse

Flags

Basierend auf den Marktkonsultationen informiert die Kommission über die Initiative, die internationale Nutzung des Euro weiterzuentwickeln, und erklärt die Notwendigkeit für koordiniertes Handeln, inklusive sektor-spezifischer Überlegungen.

Die internationale Rolle des Euro

Global

Vor 20 Jahren wurde der Euro eingeführt und ist inzwischen zur zweitwichtigsten Währung im globalen Währungs- und Finanzsystem geworden. Der gute Ruf des Euro ist eine solide Basis, um weitere Schritte in Richtung einer stärker integrierten Währungs-, Banken- und Kapitalmarktunion zu gehen.

Exzellenzzentren sollen Kapitalmarktunion stärken

Matthias Graulich, Member of the Eurex Clearing Executive Board

Matthias Graulich, Vorstandsmitglied der Eurex Clearing, sprach auf dem Frankfurt Finance Summit zur Notwendigkeit europäischer „Exzellenzzentren“ für Emittenten.

#EUROat20 – eine stabile Position. Lasst uns darauf aufbauen!

Alexandra Hachmeister, Chief Regulatory Officer

Vor 20 Jahren wurde der Euro an den Finanzmärkten eingeführt und ist inzwischen zur zweitwichtigsten Währung geworden. Dr. Alexandra Hachmeister, Chief Regulatory Officer der Deutschen Börse, teilt ihre Gedanken darüber, wie wir auf dieser stabiler Position aufbauen können. [Englisch]

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