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EU-Taxonomie

EU-Taxonomie

Gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung müssen nach §289b HGB berichtspflichtige Unternehmen offenlegen, inwiefern ihre Wirtschaftstätigkeiten ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten im Sinne der EU-Taxonomieverordnung darstellen. Für diese Beurteilung wurden im delegierten Rechtsakt zur Ergänzung der EU-Taxonomieverordnung ((EU) 2021/2139) technische Bewertungskriterien vorgegeben, die sich zurzeit ausschließlich auf Wirtschaftsaktivitäten konzentrieren, die zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Für das Geschäftsjahr 2021 muss gemäß dem delegierten Rechtsakt von Unternehmen der Anteil der taxonomiefähigen (eligible) und nicht taxonomiefähigen Umsätze sowie der Investitions- und Betriebsausgaben berichtet werden. 

Als Unternehmen, das zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet ist, berichten wir für das Geschäftsjahr 2021 auf Gruppenebene unsere Umsatzerlöse, Betriebskosten und Investitionsausgaben, die unter die EU-Taxonomieverordnung fallen. 

Für das Geschäftsjahr 2021 haben wir keine Wirtschaftstätigkeiten identifiziert, die vom delegierten Rechtsakt abgedeckt sind. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2021 keine wesentlichen Investitions- oder Betriebsausgaben identifiziert, die in den Anwendungsbereich des delegierten Rechtsakts fallen.

Unsere Quoten an taxonomiefähigen bzw. nicht taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten bzw. Investitions- und Betriebsausgaben sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Kategorie

Eligible

Non-eligible

Umsatzerlöse

0,00%

100%

Betriebskosten

0,00%

100%

Investitionsausgaben

0,00%

100%

Grundlagen für die Ermittlung der Quoten

Die Quoten wurden gemäß den Anforderungen des Annex I zu Artikel 8 des delegierten Rechtsakts ermittelt. Die Ermittlung der taxonomiefähigen Quoten basiert auf den folgenden Grundlagen:

Umsatzerlöse

Der Quote der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten wurde ermittelt, indem die Umsatzanteile taxonomiefähiger Wirtschaftsaktivitäten (Zähler) durch den Gesamtumsatz (Nenner) dividiert wurde. Der Nenner basiert auf den Umsatzerlösen gemäß IAS 1.82(a), wie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Wir haben die Anwendung der EU-Taxonomieverordnung auf unser Geschäftsmodell anhand der Auflistung von Wirtschaftsaktivitäten des delegierten Rechtsakts überprüft. Unser Geschäftsmodell beruht im Wesentlichen auf folgenden Tätigkeiten:

  • Integration verschiedener Finanzmarktdienstleistungen wie Ratings, Index- und Analytikdienstleistungen, Handel, Clearing, Abwicklung, Verwahrung von Wertpapieren, Marktdatenservices sowie Liquiditäts- und Sicherheitenmanagement
  • Angebot dieser Dienstleistungen für verschiedene Anlageklassen
  • Entwicklung und Betrieb eigener elektronischer Systeme für sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette, um neutrale Marktplätze bereitzustellen

Die o.g. Pfeiler unser Geschäftsmodells sind nicht explizit in den Wirtschaftsaktivitäten und Vorgaben des delegierten Rechtsakts aufgeführt. Unsere Analyse beschränkte sich daher ausschließlich auf folgende Wirtschaftstätigkeiten:

  • 8.1 Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten
  • 8.2 Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen

Wie bereits erwähnt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr keine taxonomiefähigen Umsatzanteile identifiziert.

Betriebskosten und Investitionsausgaben

Die Quote der taxonomiefähigen Betriebskosten haben wir ermittelt, indem wir unsere betrieblichen Aufwendungen (siehe Erläuterung 6, Tabelle „Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ Zeile „IT-Kosten“ und Zeile „Raumkosten“) mit den Wirtschaftstätigkeiten des Anhang I, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel leistet, abgeglichen haben.

Analog dazu haben wir die Quote der taxonomiefähigen Investitionsausgaben ermittelt. Investitionsausgaben sind alle Zugänge an immateriellen und materiellen Vermögenswerten ohne Abschreibungen, ohne Neubewertungen und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts. Goodwill ist ebenfalls nicht in der Berechnung taxonomiefähiger Investitionsausgaben enthalten, da es sich nicht um einen immateriellen Vermögenswert nach IAS 38 handelt.

Betriebskosten und Investitionsausgaben betrachten wir als taxonomiefähig, wenn der Output aus einer taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit stammt. Wir haben im delegierten Rechtsakt die folgenden Wirtschaftstätigkeiten identifiziert und analysiert, die grundsätzlich zu taxonomiefähigen Betriebskosten bzw. Investitionsausgaben führen könnten:

  • Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik
  • Renovierung bestehender Gebäude
  • Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen)
  • Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
  • Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien
  • Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten