425 Jahre Frankfurter Wertpapierbörse

Erschienen am: 10.09.2010

Festakt im Handelssaal zum Jubiläum / Vorstandsvorsitzender Francioni plädiert für Sicherheit und Integrität der Märkte

Das Jahr 1585 markiert die Geburtsstunde des Börsenhandels in Frankfurt: Auf dem Frankfurter Römer trafen sich erstmals Händler und legten verbindliche Wechselkurse für die Frankfurter Messe fest.

Die Börse fühle sich seit 425 Jahren eng mit dem Finanzplatz Frankfurt verbunden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Börse AG Reto Francioni. Zum Jubiläum sei es an der Zeit, die zu würdigen, die zum Aufbau der Börse so viel beigetragen haben, darunter Stadtväter, Händler, Gesetzgeber und Banken, sagte Francioni beim offiziellen Festakt am Morgen im Handelssaal der Börse.

In der jüngsten Finanzkrise habe die Deutsche Börse als Betreiber der Frankfurter Wertpapierbörse einen zuverlässigen Handelsplatz organisiert. „Jedermann hatte jederzeit die Möglichkeit, zuverlässig und auf sicherem Fundament zu handeln, auch in den turbulentesten Marktphasen“, sagte Francioni. „Die von unseren Systemen betriebenen Märkte haben trotz der Höchstbelastungen in diesen Phasen reibungslos funktioniert.“ Die Probleme seien auf intransparenten, unregulierten, außerbörslichen Märkten entstanden. Hier gelte es, regulatorisch nachzubessern, in Sinne von Sicherheit und Integrität. „Auch Effizienz ist wichtig. Aber sie darf nicht auf Kosten von Sicherheit und Integrität gehen.“ Grundlage dafür seien überwachte Märkte – und die Deutsche Börse trage hier zugleich ihren Teil zum Anlegerschutz bei.

Francioni läutete gemeinsam mit dem Frankfurter Stadtrat Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Personal und Sport, den Handel ein. Zu den Gästen beim Festakt zählten Vertreter des Finanzplatzes und der Politik. Im Anschluss öffnete die Börse zu einem Tag der offenen Tür.