Die Aktienmarktteilnahmequote in Deutschland lag im Jahr 2018 bei nur 16 Prozent – im Vergleich zu den USA mit bis zu 54 Prozent ein geringer Anteil. Laut der Studie liegt das vor allem daran, dass die Deutschen ihr Finanzwissen als zu gering einschätzen und äußerst risikoscheu sind. Über 50 Prozent der Nicht-Aktienbesitzer bewerten die Aussage „Mir fehlt das Wissen, wie man am Aktienmarkt investiert“ als „eher zutreffend“ oder „voll zutreffend“. Allerdings sind für eine Anlage in börsengehandelten Indexfonds, wie sie von zahlreichen Wissenschaftlern empfohlen wird, solche Kenntnisse nur in geringem Umfang notwendig: „Viele wissen nicht, dass man vieles nicht wissen muss“, so Prof. Dr. Michael Grote, Mitautor der Studie und Professor für Corporate Finance an der Frankfurt School. Auch die Angst vor einer ökonomischen Katastrophe sowie grundsätzliche Verlustangst sind weitverbreitete Hindernisse für die Teilnahme am Aktienmarkt.