Deutsche Börse AG mit weiterem Umsatz- und Gewinnwachstum in Q1/2016
Erschienen am: 27.04.2016
- Anstieg der Nettoerlöse um 8 Prozent auf Konzernebene - Stabile Kosten vor Sonder- und Konsolidierungseffekten - Bereinigtes EBIT steigt um 9 Prozent auf rund 350 Mio. € - Gewinnprognose für 2016 bestätigt
Die Deutsche Börse AG hat am Mittwoch ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2016 veröffentlicht. Die Nettoerlöse der Gruppe stiegen um 8 Prozent gegenüber denen des Vorjahresquartals auf 648,5 Mio. € (Q1/2015: 600,1 Mio. €). Maßgeblich dafür waren neben Konsolidierungseffekten die positiven Entwicklungen bei Indexderivaten und im Commodities-Geschäft im Segment Eurex. Die bereinigten operativen Kosten lagen in der Berichtsperiode mit 301,2 Mio. € planmäßig über denen des Vorjahres (Q1/2015: 282,5 Mio. €). Grund hierfür waren ausschließlich Konsolidierungseffekte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 349,5 Mio. € (Q1/2015: 319,2 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie, bereinigt um Sondereffekte, betrug 1,25 € (Q1/2015: 1,24 €). Im Vorjahr enthielt das bereinigte Ergebnis je Aktie einen positiven Währungseffekt in Höhe von rund 7 Eurocent.
Carsten Kengeter, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG, sagte: „Wir haben auch im ersten Quartal weiter konsequent unsere Wachstumsstrategie ‚Accelerate‘ vorangetrieben. Neben tief greifenden organisatorischen Reformen haben wir mit dem vereinbarten Verkauf der International Securities Exchange unser Portfolio weiter optimiert.“
Des Weiteren sagte Kengeter: „Mit Blick auf den angestrebten Zusammenschluss mit der London Stock Exchange Group arbeiten wir intensiv an der Vorbereitung aller notwendigen Genehmigungen und liegen hier voll im Plan. Seit der Bekanntgabe unserer Pläne haben wir zudem von verschiedenen Seiten Unterstützung erhalten, dass dies der richtige Schritt ist – ein Schritt, der gut für die Unternehmen, Kunden und Aktionäre ist und gleichzeitig die Finanzzentren Frankfurt und London stärkt.“
Gregor Pottmeyer, Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, kommentierte das Quartalsergebnis wie folgt: „Das Segment Eurex hat im ersten Quartal einen Rekordumsatz erzielt und somit für einen guten Jahresauftakt der Gruppe gesorgt. In Verbindung mit stabilen operativen Kosten vor Konsolidierungseffekten konnte dadurch ein überproportionaler Anstieg des Vorsteuergewinns erzielt werden. Damit sind wir auf einem guten Weg, das angestrebte zweistellige Gewinnwachstum im Jahr 2016 zu erreichen.“
Ergebnis Q1/2016
Die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse stiegen gegenüber denen des Vorjahresquartals um 8 Prozent auf 648,5 Mio. € (Q1/2015: 600,1 Mio. €). Maßgeblich hierfür war die gute Geschäftsentwicklung im Segment Eurex. So sind die Volumina in Indexderivaten an der Eurex und der Strom- und Gasprodukte an der European Energy Exchange deutlich gestiegen. Zudem haben Konsolidierungseffekte, wie durch die seit dem vierten Quartal 2015 zum Konzern gehörende Devisenplattform 360T®, zu einem Anstieg der Nettoerlöse geführt. Als Bestandteil der Nettoerlöse sind die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft deutlich auf 18,6 Mio. € gestiegen (Q1/2015: 8,4 Mio. €). Seit dem zweiten Quartal 2015 enthalten die Nettozinserträge neben Erträgen, die im Segment Clearstream entstehen, auch Zinserträge bzw. -aufwendungen aus dem Segment Eurex. Diese Erträge erzielt das Clearinghaus im Rahmen der Anlage von Barsicherheiten seiner Kunden.
Die operativen Kosten lagen in der Berichtsperiode mit 340,1 Mio. € über denen des Vorjahresquartals (Q1/2015: 293,0 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Sondereffekte zurückzuführen. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf 38,9 Mio. € (Q1/2015: 10,5 Mio. €), was maßgeblich auf höhere Kosten im Zusammenhang mit Fusionen und Übernahmen und die vereinbarte Veräußerung der ISE zurückzuführen ist. Bereinigt um diese Einmaleffekte stiegen die Kosten ausschließlich aufgrund von Konsolidierungseffekten wie erwartet auf 301,2 Mio. € (Q1/2015: 282,5 Mio. €). Das Beteiligungsergebnis belief sich im ersten Quartal auf 2,2 Mio. € (Q1/2015: 5,2 Mio. €).
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Gruppe Deutsche Börse lag in der Berichtsperiode bei 310,6 Mio. € (Q1/2015: 312,3 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBIT von 349,5 Mio. €, was einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (Q1/2015: 319,2 Mio. €).
Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich auf –20,0 Mio. € (Q1/2015: 5,7 Mio. €). Der Rückgang resultiert maßgeblich aus einem positiven Währungseffekt im ersten Quartal 2015 in Höhe von 18,1 Mio. €.
Die bereinigte effektive Gruppensteuerquote für das erste Quartal 2016 lag wie geplant bei 27,0 Prozent (Q1/2015: 26,0 Prozent). Damit belief sich der den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss auf 205,4 Mio. € (Q1/2015: 222,3 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte lag er bei 233,8 Mio. € (Q1/2015: 228,6 Mio. €).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf Basis des gewichteten Durchschnitts von 186,8 Mio. Aktien auf 1,10 € (Q1/2015: 1,21 €). Bereinigt um Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,25 € (Q1/2015: 1,24 €). Im Vorjahr enthielt das bereinigte Ergebnis je Aktie einen positiven Währungseffekt in Höhe von rund 7 Eurocent.
Weitere Informationen:
Im Anhang finden Sie die Konzern-Erfolgsrechnung sowie die Segmentberichterstattung.