Deutsche Börse AG veröffentlicht Ergebnis für Q1/2014

Erschienen am: 28.04.2014

Anstieg der Nettoerlöse um 6 Prozent auf 514 Mio. € / Beteiligungsergebnis enthält Einmalertrag von 63 Mio. € / Ergebnis je Aktie steigt bereinigt um Einmaleffekte um 9 Prozent auf 1,00 €

Die Deutsche Börse AG hat am Montag ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2014 veröffentlicht. Die Gruppe erzielte Nettoerlöse in Höhe von 514,2 Mio. €. Gegenüber dem ersten Quartal 2013 entspricht dies einem Zuwachs von 6 Prozent, der auf eine leichte Verbesserung des Geschäftsumfeldes sowie die Vollkonsolidierung der European Energy Exchange AG (EEX) Anfang 2014 zurückzuführen ist. Die um Sondereffekte bereinigten operativen Kosten der Gruppe lagen – bedingt durch Konsolidierungseffekte und höhere Investitionen – mit 243,4 Mio. € planmäßig über dem Vorjahreswert (Q1/2013: 229,5 Mio. €). Das Beteiligungsergebnis der Gruppe enthält einen Einmalertrag in Höhe von 62,7 Mio. € in Zusammenhang mit der Fusion zwischen der Direct Edge Holdings, LLC, an der die Gruppe Deutsche Börse eine Beteiligung von rund 32 Prozent hielt, und der BATS Global Markets, Inc. Bereinigt um diesen Einmaleffekt, stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 5 Prozent und lag bei 271,6 Mio. € (Q1/2013: 257,8 Mio. €). In Summe erzielte der Konzern damit ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,00 € (Q1/2013: 0,92 €).
Gregor Pottmeyer, Personal- und Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „In einigen Geschäftsbereichen hat sich das Marktumfeld im ersten Quartal belebt. Zudem konnten wir den Erlösbeitrag neuer Produkte weiter steigern und erzielten in Produkten wie den KOSPI- und Dividendenderivaten neue Quartalsrekorde. In Verbindung mit der Vollkonsolidierung der EEX konnten wir damit die Nettoerlöse auf 514 Mio. € steigern, dem höchsten Wert seit dem dritten Quartal 2011.“
Hinsichtlich der Wachstumsinitiativen der Deutschen Börse sagte Gregor Pottmeyer: „Wir haben weiteren Fortschritt bei den Wachstumsprojekten der Gruppe erzielt. 2014 stehen weiterhin der Ausbau der Infrastruktur und die Erschließung neuer Wachstumsfelder, insbesondere der Ausbau unserer Präsenz in Asien, im Fokus. Die notwendige finanzielle Flexibilität dazu haben wir uns mit unserem konsequenten Kostenmanagement der letzten Jahre geschaffen.“
Ergebnis Q1/2014
Insgesamt stiegen die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse im ersten Quartal 2014 gegenüber denen des Vorjahresquartals um 6 Prozent auf 514,2 Mio. € (Q1/2013: 484,3 Mio. €). Die positive Entwicklung ist neben dem verbesserten Marktumfeld auch auf die Vollkonsolidierung der EEX seit dem 1. Januar 2014 zurückzuführen. Ohne Konsolidierungseffekte stiegen die Nettoerlöse um 2 Prozent. Die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft erhöhten sich dabei aufgrund gestiegener durchschnittlicher Kundenbareinlagen bei anhaltend niedrigen Leitzinsen leicht auf 8,4 Mio. € (Q1/2013: 8,2 Mio. €).
Die operativen Kosten lagen mit 247,8 Mio. € deutlich unter denen des Vorjahresquartals (Q1/2013: 295,3 Mio. €). In diesem fielen Kosten für Sondereffekte maßgeblich für Effizienzprogramme in Höhe von insgesamt 65,8 Mio. € an. Im ersten Quartal 2014 beliefen sich die Sondereffekte auf 4,4 Mio. €. Um Sondereffekte bereinigt, lagen die operativen Kosten bei 243,4 Mio. € (Q1/2013: 229,5 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf Konsolidierungseffekte und höhere Investitionen zurückzuführen.
Das Beteiligungsergebnis belief sich auf 63,5 Mio. € (Q1/2013: 3,0 Mio. €). Der deutliche Anstieg ist auf einen einmaligen Ertrag in Höhe von 62,7 Mio. € im Zusammenhang mit der Fusion zwischen Direct Edge und BATS Ende Januar 2014 zurückzuführen. Infolgedessen wurden die bisherigen Anteile an Direct Edge, die die Gruppe Deutsche Börse über ihre Tochtergesellschaft International Securities Exchange hält, neu bewertet. Zudem erhielt die Gruppe eine Sonderdividende nach Abschluss der Transaktion. Bereinigt um diese beiden Sondereffekte lag das Beteiligungsergebnis bei 0,8 Mio. €.
Das EBIT lag im ersten Quartal 2014 infolge der Entwicklung der Nettoerlöse und der operativen Kosten sowie insbesondere aufgrund des einmaligen Ertrags im Zusammenhang mit der Neubewertung der bisherigen Anteile an Direct Edge bei 329,9 Mio. € (Q1/2013: 192,0 Mio. €). Um Sondereffekte bei den Kosten (Effizienzprogramme) und im Beteiligungsergebnis bereinigt, belief sich das EBIT im ersten Quartal 2014 auf 271,6 Mio. € (Q1/2013: 257,8 Mio. €).
Das Finanzergebnis der Gruppe verbesserte sich im ersten Quartal 2014 maßgeblich aufgrund der im Jahr 2013 abgeschlossenen vorteilhaften Refinanzierung langfristiger Finanzverbindlichkeiten auf –10,9 Mio. € (Q1/2013: –23,2 Mio. €).
Die um Sondereffekte bereinigte Steuerquote im ersten Quartal 2014 belief sich auf 26,0 Prozent (Q1/2013: 26,0 Prozent).
Der Konzern-Periodenüberschuss für das erste Quartal 2014 lag bei 219,0 Mio. € (Q1/2013: 121,2 Mio. €). Bereinigt um die genannten Sondereffekte, stieg der Konzern-Periodenüberschuss um 9 Prozent auf 184,7 Mio. € (Q1/2013: 169,9 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie verbesserte die Gruppe im ersten Quartal 2014 auf Basis des gewichteten Durchschnitts von 184,1 Mio. ausstehenden Aktien entsprechend auf 1,19 € (Q1/2013: 0,66 € bei 184,1 Mio. ausstehenden Aktien) und bereinigt um 9 Prozent auf 1,00 € (Q1/2013: 0,92 €).