Deutsche Börse Photography Foundation präsentiert die Ausstellungen „Worlds within Worlds“ und „Human Topographies. Art Collection Deutsche Börse“

Erschienen am: 20.01.2026

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Deutsche Börse Photography Foundation

  • Beide Ausstellungen sind vom 20. Februar bis zum 16. August 2026 in The Cube in Eschborn zu sehen.
  • Die Ausstellung „Worlds within Worlds“ zeigt Arbeiten von 14 Studierenden der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach, kuratiert von Studierenden des Masterprogramms Curatorial Studies der Goethe-Universität und der Städelschule in Frankfurt am Main.
  • „Human Topographies“ präsentiert 70 Werke der Art Collection Deutsche Börse, die die vielfältigen Facetten menschlich gestalteter Lebensräume sichtbar machen.
  • Der Besuch der Ausstellungen ist im Rahmen von regelmäßigen Führungen, den Open Saturdays am 13. Juni und 15. August sowie während der Nacht der Museen am 25. April möglich.
  • Die Eröffnung beider Ausstellungen findet am Donnerstag, 19. Februar 2026, um 18:30 Uhr in The Cube in Eschborn statt.
  • Termin der exklusiven Pressevorbesichtigung ist Donnerstag, 19. Februar 2026, 11 Uhr.

Die Deutsche Börse Photography Foundation eröffnet am 19. Februar 2026 zwei neue Ausstellungen in The Cube: „Worlds within Worlds“ mit Arbeiten von Studierenden der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach sowie „Human Topographies. Art Collection Deutsche Börse“ mit Werken aus der eigenen Sammlung.

„Worlds within Worlds“

Zum zweiten Mal haben Studierende der Fotografie an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Studierende des Masterprogramms Curatorial Studies an der Goethe-Universität und der Städelschule Frankfurt die Gelegenheit, gemeinsam ein Ausstellungsprojekt in den Räumlichkeiten der Deutsche Börse Photography Foundation zu realisieren. Aus dieser Zusammenarbeit ist die Gruppenausstellung „Worlds within Worlds“ entstanden. Sie versammelt 14 Künstler*innen, deren Arbeiten sich entlang von Zwischenwelten unserer Realität(en) bewegen. In der Auseinandersetzung mit politischen, historischen und gesellschaftlichen Themen werden die Grenzen des Mediums Fotografie ausgelotet, verändert und erweitert. Körper schweben in Nelly Habelts Videoarbeit in scheinbar ewigem Stillstand. Wattehafte Wolken hängen bei Lena Bils unscharf über Gewässern, und bei Tatiana Vdovenko gibt nur ein Spalt die Sicht auf eine zerstörte Landschaft frei.

Die ausgestellten künstlerischen Positionen reflektieren biografische Erfahrungen, subjektive Wahrnehmungsmuster und persönliche Interessen. Gleichzeitig verflechten sich diese individuellen Ausgangspunkte mit kollektiven Realitäten und übergeordneten Themen. Sie zeigen alltägliche wie übernatürliche, hoffnungsvolle wie katastrophale Momente, immer auf der Suche nach Übergängen, Schwellen oder Grenzen. Zeitgenössische Mikrokosmen stehen Erinnerungsräumen gegenüber, in denen ostdeutsches Gedächtnis, koloniale Kontinuitäten oder migrantische Resilienz verhandelt werden. So verarbeitet E. Elif Gönüllü ihre Erfahrungen mit zermürbenden bürokratischen Hürden zu Gebetskettenperlen, während Charlotte Burkhardt die nostalgischen Ferienorte eines verschwundenen Staates dokumentiert. Urbane Infrastrukturen und menschliche Ordnungen treffen auf die Verwundbarkeit der Natur und offenbaren eine fragile Balance. Gesellschaftliche Spannungen – gegenwärtige und vergangene – werden visuell verarbeitet.

Die ausgewählten Werke verweigern sich einfachen Narrativen, indem sie populistischem Schwarz-Weiß-Denken eine Vielzahl von Grauzonen gegenüberstellen. Gewohnte Perspektiven und Gewissheiten werden destabilisiert, um die Vielschichtigkeit von Realitäten zu reflektieren. Die Ausstellung lädt dazu ein, Bildräume nicht als abgeschlossene Erzählungen zu verstehen, sondern als offene Systeme, die durch den Dialog mit den Betrachter*innen erweitert werden. „Worlds within Worlds“ eröffnet Perspektiven auf Fiktion und Mythos und stellt das Versprechen der einen Wahrheit infrage.

Die in der Ausstellung gezeigten Künstler*innen sind: Lena Bils, Charlotte Burkhardt, Simon Gilmer, E. Elif Gönüllü, Nelly Habelt, Philomena Hummel, Elinor Zoë Karl, Lea Kulens, Len David Oswald, Marie Schwarze, Markus Seibel, Madlen Strebel, Tatiana Vdovenko und Kerstin Weiser.

Kuratiert wurde die Ausstellung von: Polina Arzhenovskova, Leonie Cecco, Franziska Dommers, Issata Drieling, Charlotte Häger, Antonia Janke, Egor Miroshnichenko, Alexandra Ruecker, Mattis Thomsen, Max Zimmermann und Carla Veit. Die Zusammenarbeit erfolgt unter der Leitung von Anne-Marie Beckmann, Direktorin der Deutsche Börse Photography Foundation, Stefanie Heraeus, Leiterin des Studiengangs Curatorial Studies an der Goethe-Universität Frankfurt und Martin Liebscher, Professor an der HfG Offenbach.

„Human Topographies“

Die Ausstellung präsentiert 70 Werke der Art Collection Deutsche Börse, die die vielfältigen Facetten menschlich gestalteter Lebensräume sichtbar machen. Diese reicht von dicht bebauten asiatischen Megacitys über nordamerikanische Metropolen und Kleinstädte an der deutschen und französischen Peripherie bis hin zur Weite dünn besiedelter Landstriche im mittleren Westen der USA – sowie den vielen Variationen des Dazwischen.

Die gezeigten Arbeiten veranschaulichen, wie facettenreich das Zusammenspiel von Landschaft, Architektur und Mensch aussehen kann. Dabei verweisen sie darauf, welche Herausforderungen Natur und klimatische Bedingungen in den unterschiedlichen Regionen hervorbringen und wie Architekt*innen und Städteplaner*innen damit umgehen. Die Bandbreite umfasst eine harmonische Einbettung der Architektur, ein bisweilen skurril erscheinendes Verständnis von urbaner Gestaltung sowie die fast vollständige Verdrängung der ursprünglichen Landschaft. Die teils in jahrelanger Auseinandersetzung entstandenen fotografischen Serien erzählen davon, wie fortschrittlich und kreativ, aber auch rücksichtslos sich die Schaffung urbanen Lebensraums darstellt und wie anpassungsfähig die dort lebenden Menschen darauf reagieren. “Human Topographies“ vereint Werke aus den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart und bringt Arbeiten bekannter Künstler*innen in einen Dialog mit jüngeren Positionen.

Die Ausstellung wurde von Cornelia Siebert, Junior Kuratorin der Deutsche Börse Photography Foundation, konzipiert. Präsentiert werden Fotografien von: Verdiana Albano, Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, Peter Bialobrzeski, Mohamed Bourouissa, Alejandro Cartagena, Bruce Davidson, Mitch Epstein, Lucas Foglia, Thomas Hoepker, Evelyn Hofer, Matthias Klose, Ute und Werner Mahler, Vivian Maier, Mike Mandel, Richard Mosse, Jürgen Nefzger, Mimi Plumb, Anastasia Samoylova, Ursula Schulz-Dornburg, Wilhelm Schürmann, Stephen Shore, Joel Sternfeld, Beat Streuli, Mikhael Subotzky & Patrick Waterhouse, Henry Wessel und Ulrich Wüst.

Besuchszeiten und Ausstellungsprogramm
Beide Ausstellungen werden am Donnerstag, 19. Februar um 18:30 Uhr eröffnet und bis zum 16. August 2026 im Unternehmenssitz der Deutsche Börse Group in Eschborn gezeigt. Der Eintritt ist frei. Sie können im Rahmen von regelmäßigen Führungen sowie an den „Open Saturdays“ am 13. Juni und 15. August 2026 von 11 bis 16 Uhr ohne Anmeldung sowie anlässlich der Nacht der Museen am 25. April 2026 besichtigt werden.

Eine Anmeldung zur Vernissage sowie zu den Führungen ist über die Webseite der Photography Foundation möglich: www.deutscheboersephotographyfoundation.org

Sondertermine für individuelle Gruppen (bis 25 Personen) vereinbaren wir gerne per E-Mail: foundation@deutsche-boerse.com

Adresse: The Cube, Mergenthalerallee 61, 65760 Eschborn

Anmerkungen für die Redaktion:
Eine Pressevorbesichtigung der beiden Ausstellungen findet am Donnerstag, 19. Februar 2026, um 11 Uhr in The Cube, Mergenthalerallee 61 in Eschborn statt. Eine separate Einladung hierzu folgt. Um Anmeldung wird gebeten an media.foundation@deutsche-boerse.com.

Hier finden Sie die Pressebilder für die Ausstellung „Worlds within Worlds“. Die Pressebilder zur Ausstellung „Human Topographies. Art Collection Deutsche Börse“ finden Sie hier. Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage die Bilder in druckfähiger Qualität zu.

Kontakt für die Medien:
media.foundation@deutsche-boerse.com
Tel. +49 (0)69 211 1 40 60

Über die Deutsche Börse Photography Foundation
Die Deutsche Börse Photography Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich dem Sammeln, Ausstellen und Fördern von zeitgenössischer Fotografie widmet. Sie verantwortet die Weiterentwicklung und Präsentation der Art Collection Deutsche Börse. Auf ihren Ausstellungsflächen in Eschborn bei Frankfurt am Main zeigt sie mehrere Ausstellungen pro Jahr, die öffentlich zugänglich sind. Die Unterstützung junger Künstler*innen ist der Stiftung ein besonderes Anliegen, sie fördert sie auf vielfältige Weise: mit Auszeichnungen, Stipendien oder durch die Beteiligung am Talent-Programm des Fotografiemuseum Amsterdam Foam. Gemeinsam mit der Photographers’ Gallery in London vergibt sie jährlich den renommierten Deutsche Börse Photography Foundation Prize. Des Weiteren unterstützt die Stiftung Ausstellungsprojekte internationaler Museen und Institutionen sowie den Ausbau von Plattformen für den wissenschaftlichen Dialog über das Medium Fotografie. www.deutscheboersephotographyfoundation.org

Über die Art Collection Deutsche Börse
Die Art Collection Deutsche Börse zählt zu den international bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Fotografie. Sie wurde 1999 ins Leben gerufen und umfasst mittlerweile über 2.400 Werke von rund 170 Künstler*innen aus 40 Nationen. Die Art Collection widmet sich den zentralen Themen der Fotografie ab der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die in der Sammlung vertretenen Bildsprachen und fotografischen Ansätze sind dabei so vielfältig wie die Herkunft, das Alter oder das künstlerische Selbstverständnis der Fotograf*innen und reichen von dokumentarischen bis zu konzeptionellen Ansätzen. Jede Position bietet einen eigenen Blickwinkel auf das zentrale Thema der Art Collection, die „conditio humana“, das Ausloten der Bedingungen des menschlichen Daseins und seiner Verortung in der Welt.