Jahreseröffnung in Eschborn: Für ein „Mindset des Machens“

Erschienen am: 11.02.2025

Mehr Mut, mehr Europa, mehr Kapitalmarkt: Dieses dreifache Plädoyer zog sich am Montagabend wie in roter Faden durch die Reden von Aufsichtsratschef Martin Jetter, CEO Dr. Stephan Leithner und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein auf der Jahreseröffnung der Deutschen Börse in Eschborn. Leithner positionierte die Veranstaltung, zu der rund 650 hochrangige Gäste aus Politik, Gesellschaft und dem Finanzsektor gekommen waren, als „Finanzgipfel Deutschlands“. Von diesem Gipfel müsse das Momentum für ein neues „Mindset des Machens“ ausgehen.

Dr. Stephan Leithner, Boris Rhein, Martin Jetter

Mut zu Reformen

In seiner Eröffnungsrede diagnostizierte Martin Jetter eine allgemeine Mutlosigkeit gegenüber den Herausforderungen unserer Zeit. Er erinnerte an die Aufbruchstimmung, die zur Wende von 1989 noch herrschte. Die Fortschritte, die seither für den weltweiten Wohlstand erreicht worden seien, gäben auch heute noch Anlass für Mut. Wichtig sei es, in unseren Demokratien an der Kultur gegenseitigen Respekts und faktenbasierter Auseinandersetzung festzuhalten – und mutig mit dringend notwendigen Reformen voranzuschreiten.

Kapitalmarkt als Lösung

Stephan Leithners Hauptthese lautete: Der Kapitalmarkt ist ein zentraler Bestandteil der Lösung. Das gelte sowohl für die Finanzierung von Zukunftsprojekten zur Wettbewerbsfähigkeit als auch für die Finanzierung der Altersvorsorge. Er erinnerte an die Investitionen der Deutschen Börse in die Zukunftsfähigkeit des europäischen Kapitalmarkts. Grundsätzlich müsse nun der Zugang privater und institutioneller Investoren zum Kapitalmarkt verbessert werden. Europaweit seien allgemein mehr Investitionen in ein breites Spektrum innovativer Technologien nötig: von AI, über Cloud bis hin zu DLT und Krypto. Es brauche „mehr privatwirtschaftliche Visionskraft à la Steve Jobs und Hasso Plattner“ – mit anderen Worten: ein „Mindset des Machens“.

Frankfurt als Herz der deutschen Finanzwelt

Ministerpräsident Boris Rhein schloss daran in seiner Keynote nahtlos an. Sein Plädoyer lautete: „Wir müssen in diesem Land wieder mehr über Leistung reden“. Er bezeichnete den Finanzplatz in Frankfurt als „zentralen Standortfaktor“ und „Garant für Wohlstand“ und fügte hinzu: „Er macht Europa souverän und Frankfurt stark.“ Zugleich betonte er die Unterstützung der Landesregierung für den Finanzsektor durch einen klaren Ordnungsrahmen und Bürokratieabbau. 
 

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