Vom Eintauchen in KI zum Abtauchen ins Meer

People & ideas at Deutsche Börse Group

Erschienen am: 13.01.2026

Melinda Bajai, Head of AI Enablement

Melinda Bajais Karriereweg ist so dynamisch wie ihr Hobby, das Freediving – es reicht von angewandter Physik über IT-Projektmanagement bis hin zu künstlicher Intelligenz.

Melinda wurde in Ungarn geboren und wuchs auch dort auf. Sie interessierte sich schon früh für Naturwissenschaften und nahm ein Studium der Angewandten Physik an der Technischen Universität in Budapest auf. Ihre berufliche Laufbahn begann in der IT-Abteilung von Lufthansa Systems. Durch häufige Besuche des Hauptsitzes in Frankfurt bekam sie einen ersten Eindruck von der Arbeitskultur in Deutschland. Dies weckte ihr Interesse und schon bald zog sie nach Frankfurt, um neue Möglichkeiten zu erkunden.

Wenn sich die Puzzleteile zusammenfügen

Melinda kam zur Deutsche Börse Group für ein Projekt, das ursprünglich auf drei Monate angelegt war. Bald darauf wurde ihr eine Festanstellung als IT-Projektmanagerin angeboten. Diese Position wurde zu ihrem Sprungbrett: im Januar 2026 wurde sie zur Head of AI Enablement ernannt.

Seitdem konzentriert sich Melinda von unserem Standort in Eschborn aus darauf, ein starkes, kollaboratives Team aufzubauen und der Group zu vermitteln, wie KI interne Prozesse unterstützen kann. Für sie geht es jedoch nicht nur um die Technologie. „Wir können nur Fortschritte erzielen und erfolgreich sein, wenn alle Menschen zusammenarbeiten“, sagt sie. „Wir sind alle Teil des Puzzles, wir alle haben Teile, die zusammenpassen, um erfolgreich zu sein.“

Ein Beispiel für diesen kooperativen Ansatz ist ihre Zusammenarbeit mit dem HR-Team bei Upskilling-Initiativen. Dennoch bleibt sie realistisch hinsichtlich der Zukunft: „KI ist neu und bedeutet eine große Veränderung. Es braucht Zeit, neue Tools einzuführen und die Menschen daran zu gewöhnen, sie zu nutzen.“

Lektionen aus der Tiefe

Außerhalb der Arbeit findet Melinda ihr Gleichgewicht im Wasser. Vor fünf Jahren belegte sie einen Freediving-Kurs auf Malta. Bei dieser Sportart versucht man, mit einem einzigen Atemzug so tief wie möglich zu tauchen. Diese Erfahrung entwickelte sich für sie zu einer bleibenden Leidenschaft. In den vergangenen Jahren nahm sie als Mitglied der ungarischen Nationalmannschaft an Wettkämpfen teil und brach sogar nationale Rekorde. „Freediving hat mir geholfen, das Meer auf eine neue Weise zu erleben. Man erschreckt die Tiere nicht und kann in Höhlen schwimmen – das ist ein ganz besonderes Gefühl“, erzählt Melinda.

Der Sport brachte auch unerwartete Vorteile für ihr Berufsleben. Durch das Tauchen hat sie Atemtechniken gelernt, die ihr helfen, ruhig und fokussiert zu bleiben, insbesondere in stressigen Momenten wie Präsentationen und Meetings. „Freediving lehrt dich, an deine Grenzen zu gehen. Es zeigt dir, dass du mit Übung und Geduld in allem besser werden kannst. Dieses Selbstvertrauen überträgt sich auf alle anderen Bereiche.“