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Materialitätsanalyse

MaterialitätsanalyseProzess und materielle Themen

Im Rahmen unserer Materialitätsanalyse ermitteln und bewerten wir die Erwartungen und Anforderungen von relevanten in- und externen Anspruchsgruppen fort­lau­fend. So haben wir im Jahr 2021 mehrere interne und externe Stakeholder*innen befragt. Dieser Prozess dient zur Ermittlung der Themen, die für das Ver­ständnis der Lage des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage der Gesellschaft sowie der Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die nichtfinanziellen Aspekte erforderlich sind. Dies versetzt uns in die Lage, Chancen und Risiken unserer Kerngeschäftstätigkeit frühzeitig zu identifizieren und in kon­krete unternehmerische Handlungsfelder zu überführen.

Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsprüfung bestimmen den Umfang der nichtfinanziellen Erklärung in unserem Geschäftsbericht. Unsere Materialitätsanalyse 2021 basiert auf einem 4-stufigen Ansatz, der quantitative mit qualitativen Analyseformaten verbindet:

A) Desktop-Recherche

Um eine valide Themeneingrenzung und -clusterung als Basis für die Interviews zu erlangen, haben wir eine Voranalyse durchgeführt. Diese basierte auf dem Ansatz der vorherigen Jahre und umfasst vier Schritte:

  1. Die Grundlage der Voranalyse bildeten die identifizierten Themen unserer vergangenen Materialitätsanalyse
  2. Diese wurden daraufhin mit den für uns relevanten Marktstandards abgeglichen und erweitert
  3. Anschließend wurde das Feedback unser wichtigsten ESG-Ratingagenturen eingearbeitet und
  4. Abschließend ein umfassendes Benchmarking mit Hilfe unserer Peer-Reports durchgeführt

Das Produkt der Desktop-Recherche war eine Shortlist mit für die Deutsche Börse möglicher relevanter Themen. Sie bildete wiederum die Grundlage für die folgenden Stakeholder-Interviews.

B) Verifizierung der materiellen Themen durch Tiefeninterviews mit Stakeholdern

Im Rahmen ausführlicher Interviews mit internen und externen Stakeholdern wurden die auf der Shortlist enthaltenen Themen bezüglich ihrer Materialität bewertet und im Kontext der Deutschen Börse betrachtet. Die interviewten Stakeholder umfassten unter anderem Vertreter:innen aus dem regulatorischen Umfeld sowie von unseren Investoren, NROs und Ratinganbietern. Die Auswahl dieser erfolgte entlang unserer wichtigsten Anspruchsgruppen in Übereinstimmung mit unserem Stakeholdermanagement.

Zur Durchführung der Interviews wurden entsprechende Leitfäden erstellt. In den Interviews wurden die jeweiligen Stakeholder dann konkret darum gebeten…

  • die Materialität der gezeigten ESG Themen für die Stakeholder in einem Ranking einzuordnen,
  • den Impact der Deutschen Börse auf diese ESG Themen zu bewerten und
  • Chancen und Risiken aus diesen Themengebieten zu identifizieren.

Das Ergebnis der Stakeholder-Interviews ist eine Übersicht, in der sämtliche Themen der Shortlist in den Dimensionen Stakeholder-Materialität und Impact bewertet wurden. Diese lässt sich hier einsehen.

C) Assessment

Die in der Übersicht zusammengefassten Ergebnisse aus Schritt A) und B) wurden im darauffolgenden Schritt extern validiert. Die externe Validierung wurde anschließend durch unser Nachhaltigkeitsgremium, dem Group Sustainability Board, ebenfalls bestätigt.

D) Finale Verifizierung

Im letzten Schritt wurden die Ergebnisse extern durch den Wirtschaftsprüfer verifiziert.

Basierend auf der Materialitätsanalyse des eigenen Geschäftsmodells hat die Gruppe Deutsche Börse diese ESG Kennziffern als wesentlich für das gruppenweite Nachhaltigkeitsprofil ermittelt. Die einzelnen Steuerungsparameter wurden in die fünf wesentlichen Handlungsfelder „Wirtschaftliche Lage“, „Kunden und Märkte“, „Mitarbeitende“, „Soziales Umfeld“ und „ESG-Ratings“ aufgeteilt und werden anhand definierter Ziele gemessen.